Windelfrei ohne Erziehung – so funktioniert’s!

windelfrei – Merlin wirft die letzte Windel weg

Windelfrei. Relativ unbedarft mache ich mich auf den Weg zum Themen-Elternabend der KiTa. Ich erwarte nichts und fühle mich nach dem Vortrag mit allem ausgestattet, was wir brauchen, um unseren Sohn optimal bei der Sauberkeitsentwicklung zu unterstützen. 

 

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Ich glaube, Merlin ist soweit – er braucht langsam keine Windeln mehr!

Es begann vor drei Wochen. Die Leiterin der KiTa-Gruppe strahlte mich an und erklärt, Merlin hätte heute beim ersten Wickeln eine komplett trockene Windel gehabt. Es sei ein Zeichen, dass sich etwas bei ihm tue. Wow! Damit hatte ich nicht gerechnet. Merlin ist jetzt zweieinhalb Jahre alt, er geht regelmäßig aufs Töpfchen und nutzte bis dato auch noch reichlich die Windel. Also kaufe ich Unterwäsche und Windelhöschen. Gegen meine Gewohnheit habe ich noch nichts zum Thema gelesen und verlasse mich auf mein Gefühl, das sich, ich bin ehrlich, auf keine Grundlage stützen könnte.

Leute, informiert euch!

Da kommt mir der Elternabend gerade recht. Drei Erzieherinnen (wie mir das Wort widerstrebt!) haben sich vorbereitet, um sechs Müttern und einem (!) Vater bei der Sauberkeitsentwicklung ihrer Kinder zur Seite zu stehen. Ob die anderen Eltern wohl alles wissen? Beneidenswert.

Mythos Sauberkeitserziehung

Die schöne junge Frau, die mit ihrer oberbayerischen Zunge meine Dialektkompatibilität auf eine harte Probe stellt, kennt sich aus. Sie spricht von Sauberkeitsentwicklung, statt von Sauberkeitserziehung. Sie weiß, was sich in der Hirnforschung der letzten Jahren getan hat. Ich bin beeindruckt und sicher, dass nicht jede KiTa in dörflicher Umgebung mit soviel Kompetenz glänzen kann.

Altlasten

Zwei meiner Mitstreiter kommen ursprünglich aus Ostdeutschland und erzählen, dass dort die Kinder früher im Kindergarten stündlich auf die Toilette / das Töpfchen gesetzt wurden und wehe, danach war nichts drin! Auf diese Weise wurden die Kinder kollektiv mithilfe von Druck und Erpressung zum Toilettengang genötigt. Manchmal bereits mit einem Jahr! Sowas, erklärt die Schöne, erzeuge nur Gegendruck. Und der verschlösse alle Öffnungen – und vermutlich auch die Beziehungen zum Kind.  Wer sich für KiTa-Erziehung in der ehemaligen DDR und deren psychische Folgen interessiert, wird in den KiTa-Fachtexten fündig. Sehr interessant!

Kleine Toilettenfibel

Ich lerne, dass Kinder zwischen 18 und 36 Monaten mit der Sauberkeitsentwicklung beginnen. Durchschnittlich zehn Mal pro Tag urinieren sie, einen Kloß in der Windel finden wir hingegen ein bis drei Mal pro Tag oder auch alle zwei Tage, je nach Kind. Die Kontrolle der Blase ist wegen der Pinkel-Häufigkeit viel schwieriger zu erlernen als das Kacken (tut mir leid, drumherum zu reden ist nicht meine Art). Interessant finde ich, dass die meisten Kinder feste “Kackzeiten” haben. Ich habe jetzt mal darauf geachtet – es stimmt!

Tipp: Wenn ihr wisst, wann euer Kind für gewöhnlich aufs Klo muss, könnt ihr besser auf die vielfältigen Zeichen achten und schnell einen Klogang einschieben.

Windelfrei: den Zeitpunkt nicht verpassen

Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen. Wenn sich ein Kind auffällig verhält, sich z. B. in eine Ecke verzieht, um in Ruhe zu kacken, ist das ein klares Zeichen für einsetzende Reife. In diesem Moment ist es ratsam, die Windeln ein für alle Mal abzuschaffen. An ihre Stelle treten Windelhöschen, die den Kindern ermöglichen, sie selbstständig, wie eine Unterhose, herunterzuziehen und dann auf Töpfchen oder Toilette zu gehen. Das kommt dem Bestreben dieses Alters entgegen, alles allein machen zu wollen.

Tipp: Wer Geduld und genug Wechselwäsche zuhause hat, kann das Kind auch einfach nur mit Unterhose spielen lassen. So merkt es leichter, wenn es gepinkelt hat – es bekommt den Prozess im wahrsten Sinn hautnaher mit.

Die Windel ist auch ein Klo! (Junge, drei Jahre alt)

Was ich nicht wusste: Wenn ein Kind nur Bescheid sagt, dass es soeben die Windel gefüllt hat, ist es noch nicht so weit. Es geht darum zu spüren, dass etwas im Bauch passiert. Nicht darum zu merken, dass etwas in der Hose / Windel ist.

Use the gate!

Es gibt sogenannte “Entwicklungsfenster”, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt öffnen. Sie zeichnen sich durch eine besondere Lernbereitschaft auf einem bestimmten Gebiet aus. Verpassen wir als Eltern das Entwicklungsfenster der “Sauberkeit”, also gewisse Reifungssignale, kann sich die Sauberkeitsentwicklung verzögern. Wir verpassen, das Interesse für das Thema zu unterstützen, dem Kind zu helfen, die Prozesse bis zum “Sauberwerden” mit Neugier und Freude immer weiter ins Bewusstsein zu rücken.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

  • das Kind folgt dir auf die Toilette um zuzusehen, was du dort machst
  • es interessiert sich für seine Ausscheidungen und stellt Fragen dazu
  • es spielt mit Puppen und Stofftieren “Toilette”
  • es beobachtet ältere Kinder und versucht, den Toilettengang nachzumachen
  • das Kind zieht sich selbstständig die Windel aus
  • zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr

Wie genau kann ich mein Kind unterstützen windelfrei zu werden?

  • Vorbild sein – geht mit euren Kindern auf Toilette, lasst sie zusehen und nachmachen
  • Geschwister- und andere Kinder sind die besten Vorbilder!
  • Erklärt euren Kindern die Verdauung: Was oben rein kommt, kommt unten wieder raus und landet in der Kanalisation
  • Zwingt die Kinder niemals auf die Toilette zu gehen. Bietet es ihnen dafür immer wieder an
  • Lasst die Windeln weg, wenn es warm ist – im Sommer funktioniert windelfrei werden am besten!
  • Unterstützt die Kinder in ihrem Drang nach Selbstständigkeit – das hilft auch dabei, windelfrei zu werden
  • Freut euch mit den Kindern über ihre Ausscheidungen und schätzt sie wert
  • Zeigt den Kindern ihre Exkremente – sie sind das erste, was sie von sich hergeben und sehr wertvoll!
  • Habt Geduld – Sauberkeitsentwicklung lässt sich nur unterstützen, nicht beschleunigen!
  • Geht spielerisch und ohne Druck an die Sache heran – umso besser kann das Kind seiner genetisch angelegten “Geschwindigkeit” entsprechen
  • Habt genug Unterwäsche zuhause, damit ihr keinen Stress bekommt und doch nochmal zur Windel greift
  • Entwickelt gemeinsam Rituale und Geschichten rund ums Toiletten-Business – wie wir es z. B. beim Zähneputzen mit den Zahnkobolden machen
  • Lasst die Kinder entscheiden, ob sie auf Töpfchen oder auf die Toilette gehen möchten – wir bieten immer beides an
  • Kleidung wählen, die das Kind selbst an- und ausziehen kann
  • Mit Bilderbüchern, Geschichten und Gesprächen zum Thema

Kacke ist das erste Gold

Ob in der Windel oder auf der Toilette – Merlin wollte eine Weile, er war noch keine zwei Jahre alt, immer “Kackack sehen”. Dann habe ich es ihm gezeigt, mich mit ihm gefreut, dass er etwas von sich abgegeben hat. Es ist für Kinder so wichtig, dass wir diesen Vorgang würdigen. Es handelt sich um etwas ganz archaisches, das der Urvater Sigmund Freud als anale Phase bezeichnet.

Überraschung

Mich überrascht, dass die KiTa-Betreuerinnen Wickeln als angenehm empfinden. Es seien sehr intime Momente, sagen sie, in denen sie und die Kinder ganz allein miteinander Zeit verbringen und sprechen. Daraus ergebe sich eine ganz neue Beziehungsqualität. Ebenso erstaunlich finde ich, dass sie uns auffordern, viel Wechselwäsche mitzugeben – sie finden es viel besser für die Kinder, als sie ewig und ohne Verstand in “Watte zu packen”. Ich bin beeindruckt.

Windelfrei & Rückschritte

Überraschung – windelfrei werden Kinder nicht über Nacht. Auch die Euphorie über die ersten Anzeichen ist schnell dahin. Nachdem wir die Windeln gegen Windelhosen getauscht hatten und mich Merlins morgendliche Freude über seine mit Polizeiautos verzierte Unterwäsche rührte, verging ihm die Lust auf Topf & Klo langsam wieder. Spielen ist viel interessanter und nasse, warme Beine – kein Ding. Tja. Jetzt heißt es aber Dranbleiben. Diese “Rückschritte” sind vollkommen normal und Teil des Reifungsprozesses.

Tipp: Ganz wichtig ist es, jetzt bei Windelhose oder ganz windelfrei zu bleiben: Wer aus Bequemlichkeit zum Einkaufen doch noch schnell eine Windel anzieht, verzögert die natürliche Sauberkeitsentwicklung.

Es gibt aber auch Rückschritte, die auf Lebensereignisse oder -Veränderungen zurückzuführen sind. Es muss nicht gleich die Trennung der Eltern sein – bereits ein Ortswechsel kann ein sensibles Kind derart durcheinander bringen, dass es die neu gewonnenen Fähigkeiten, Darmbewegungen oder Harndrang wahrzunehmen, spontan verliert. Kurz: Die Kinder haben Stress. In dem Fall könnt ihr ruhig wieder eine Windel benutzen oder sonst einen Schritt zurückgehen. Vielleicht möchte das Kind auf das Abendritual verzichten, noch einmal aufs Töpfchen zu gehen – bitte sehr. Ihr kennt eure Kinder, ihr wisst, wie ihr “Tempo rausnehmen” könnt.

Je schneller, desto langsamer. Und schädlicher.

Ich höre von Eltern, die in KiTa und Kindergarten anrufen und sich beschweren, weshalb die Kinder mit zwei Jahren noch immer nicht sauber seien und “das müßte doch jetzt mal was werden”. Natürlich könnt ihr eure Kinder unter Druck setzen, erpressen (“sonst gibt es keine Schokolade”) und mit Angst arbeiten. Und vermutlich werden einige dieser in meinen Augen misshandelten Kinder vermeintlich sehr früh “sauber” sein. Zu welchem Preis das geschieht und warum es ein Trugschluss ist, weiß news.de.

Die Schritte der Sauberkeitsentwicklung

Zwar unterscheidet sich die angeborene Entwicklungsart- und Geschwindigkeit von Kind zu Kind, dennoch gibt es eine generelle Entwicklungsstruktur, an der ihr euch orientieren könnt.  Danke, lieber Korbinian-Kindergarten fürs Überlassen der Zusammenfassung!

Angst vor der Toilette?

Manche Kinder haben Angst, in die Toilette zu fallen und herunter gespült zu werden! Nehmt das unbedingt ernst – es handelt sich um Urängste, die tief in jedem Menschen verwurzelt sind. Diese Kinder empfinden den Toilettendeckel als sehr groß im Verhältnis zu ihrem kleinen Körper und haben Angst, hinein zu fallen. Sie können nicht wissen, wohin das Wasser abfließt und sie unter Umständen mitreißt. Am besten, ihr erklärt ihnen auf einfache Weise die Kanalisation und dass alles in einem Klärwerk landet, wo es, wie mit einem Sieb, wieder gereinigt wird. Alles, was einen Namen hat, ist nicht mehr so bedrohlich – stimmt ihr zu?

Damit im Hirn langfristig etwas verankert werden kann, muss das, was man lernen will, unter die Haut gehen. (Gerald Hüther)

Anders gesagt: Menschen brauchen Geschichten, um nachhaltig zu lernen. Deshalb: Alles, was mit Toilette, windelfrei und Exkrementen zu tun hat, sollte euren Kindern Freude machen, sie zum Lachen, Nachdenken und Ausprobieren animieren. Meine Gedanken zum Hirnforscher Gerald Hüther gehen dieser Idee nach. Wer Inspiration braucht, besorgt sich einfach eines der vielen Kinderbücher, die euch auf dem Weg zum windelfrei werden unterstützen. Neben den Vorschlägen der jungen, klugen und schönen KiTa- und Kindergarten-Damen (ich übertreibe nicht) habe ich meine Freundinnen und Leserinnen befragt.

Leseliste

 

Kleine Helfer Richtung windelfrei
Kleine Helfer Richtung windelfrei

Bald windelfrei: Was hilft sonst?

Der Vergleich einer handelsüblichen Klobrille mit einem Kinderpo macht es offensichtlich: Die beiden passen NICHT zusammen! Dafür haben wir eine Reihe Hilfsmittel ausprobiert oder sie wurden uns empfohlen. Die KiTa- bzw. Kindergarten-Damen finden, dass die Kinder stabil und entspannt auf der Toilette sitzen können müssen. Das lässt sich durch einen Hocker oder Schemel erreichen, auf dem die Kinder ihre Beinchen abstellen können. Ihr könnt auch ein Gestell wie auf den Foto (siehe oben) benutzen, dort können die Kinder sich abstützen. Leider ist hier viel Plastik im Spiel – auf dem Flohmarkt ergattert ist das wiederum kein Problem. Schön ist auch ein Töpfchen, was einer Toilette nachempfunden ist. Merlin hat eines von seiner Uroma geschenkt bekommen, das er nun bei der Schwedenoma Tina gern und oft benutzt. Tja. Da sitzt er wie die Großen auf einer echten Toilette! 😉 Super finde ich auch die Sitzverkleinerungen und doppelten Klobrillen, sozusagen all-in-one. Die richtige Alles-in-einem-Lösung bietet Baby Walz. Die habe ich leider zu spät entdeckt.

Hier eine Liste sinnvoller Toiletten-Gadgets:

Es ist Wies’nzeit!

Vor einigen Tagen, es ist Ende März und der Sommer lässt uns ein bisschen Sonne kosten, saust Merlin das erste Mal in diesem Jahr nur in Unterwäsche durch den Garten. Als ich ihn frage, ob er nicht mal pinkeln wolle, stellt er sich mit gebeugten Knien vor die Rutsche und – pinkelt! Das wiederholt sich an dem Tag noch drei Mal und auch die nächsten Tage möchte er nur noch “auf der Wiese im Garten pinkeln”. Sein Freund Kristof, zwei Jahre alt, beobachtet ihn mit großen Augen und offensichtlich interessiert – es wird sicher nicht mehr lange dauern, bis bei uns im Garten im Duett gepinkelt wird! An diesem Tag hat Merlin seine allerletzte Windel selbst zum Mülleimer getragen und hineingeworfen.

 

Wie läuft es bei euren Kindern mit dem Trockenwerden? Haben eure Kleinen schon den ersten Schritt in Richtung windelfrei gemacht oder dauert es noch ein bisschen? Das wichtigste ist Geduld – wie seht ihr das? 

 

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Tanja Conrad

3 Comments

  1. Natalie 10. Dezember 2018

    Hallo Tanja,
    Vielen Dank für diesen hervorragenden und gut strukturierten Beitrag. Meine Tochter ist gerade zwei geworden und ich fühle mich noch ziemlich „uninformiert“ bzw. „überfordert“ mit dem Thema Sauberkeitsentwicklung. Dein Artikel hat mir mehr Sicherheit und einen sehr guten Überblick gegeben und er hat Licht ins Dunkle gebracht. Danke dafür!
    Kannst du mir noch verraten, welchen der vorgeschlagenen Artikel du zuerst kaufen würdest, mit was du also starten würdest?
    Wir haben bereits ein Töpfchen von der Oma, das akzeptiert sie gar nicht. Dann haben wir einen einfachen Toiletten-Aufsatz von Rotho, auch den möchte sie bislang nicht benutzen.
    Und kannst du mir Tipps wegen der Kleidung geben? Meine Tochter friert sehr,sehr schnell, daher muss ich ihr immer mehrere Schichten anziehen, zB enge Leggings und darunter Strumpfhose. Die vielen Schichten helfen uns allerdings auch nicht bei der Sauberkeitsentwicklung . Vielleicht muss ich doch bis zum Sommer nächstes Jahr warten? Dann ist sie allerdings schon 2,5 Jahre – und sie kündigt seit einigen Monaten ihren Stuhlgang bereits zuverlässig einige Zeit vorher und auch danach an.
    Danke jedenfalls für deine Hilfe – ich bin froh, deinen Blog entdeckt zu haben und werde gleich mal weiter stöbern.
    Liebe Grüße von
    Natalie
    http://www.halloliebes.de

    1. Tanja Conrad 13. Dezember 2018

      Liebe Natalie,
      es freut mich sehr, dass dir der Artikel etwas helfen konnte. Mir ging es damals wie dir und ich war sehr froh, dass unsere KiTa diesen tollen Vortrag angeboten hatte. Kleidertechnisch würde ich gerade im Winter auf Einteiler zurückgreifen, die du mit Reißverschluss oder Knöpfen schnell öffnen kannst. Erfahrungsgemäß frieren die Kinder in den Dingern auch weniger, vor allem, wenn sie aus Wollwalk sind. Dann kannst du auch sicher auf eine Schicht verzichten. Leider sind die etwas teuer, lassen sich aber auch wieder zu einem guten Preis verkaufen.

      Vermutlich würde ich Toilettensitz und Töpfchen immer wieder anbieten. Wie wäre es denn, wenn sie sich selbst einen in ihrer Lieblingsfarbe aussuchen dürfte? Für unterwegs haben wir einen Reisesitz, gerade im Restaurant eine tolle Sache. Den Link habe ich, glaube ich, auch im Artikel. Vielleicht braucht deine Tochter einfach noch eine Weile. Die meisten Kinder sind nicht vor drei trocken. Ich war damals selbst ungeduldig, aber es ist wie mit dem Gras, das nicht schneller wächst, wenn wir daran ziehen ;-).
      Ein Tipp: Vielleicht kann sie andere Kinder beobachten, wenn die auf Toilette gehen? Sowas macht Kinder oft neugierig. Am Ende braucht sie einfach ihre ganz persönliche Zeit, sich zu interessieren, auszuprobieren. Wir haben dann irgendwann Windeln und Wattehosen einfach weggelassen, Unmengen an Unterhosen gekauft und einfach mal geguckt, was passiert. Zu früh geht das natürlich nicht, sonst könnte es Kinder beschämen, wenn sie noch gar keine Kontrolle haben.

      Der Sommer ist natürlich die beste Jahreszeit, um trocken zu werden. Ich wünsche dir Gelassenheit und Freude – wir fanden den Prozess spannend, haben viel zusammen gelacht, uns über Kanalisation unterhalten, was bis heute noch urkomisch ist.

      Ganz liebe Grüße und gern auf bald im Blog!
      Tanja

      1. Natalie 16. Dezember 2018

        Hallo Tanja,
        Das sind sehr gute Tipps, danke für deine hilfreiche Antwort ❤️. Das mit dem
        Kind-das-Töpfchen-raussuchen lassen ist ein genialer Einfall!
        Einen Wollwalk-Anzug von Disana und ein Wollfleece-Jäckchen von Cosilana haben wir schon, in beidem friert sie aber (verrückt, ich weiß -sie ist wirklich wirklich verfroren). Ich schau mich mal auf deinem Blog um, vielleicht finde ich ja noch einen Artikel zum Thema Kleidung oä, ansonsten stöbere ich nochmal nach möglichen Einteilern.
        Liebe Grüße und danke nochmal für deine Mühe – ich freue mich auf weitere Artikel von dir.
        – Natalie

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