Steinzeit-Spaß Stockbrot: kinderleicht & saulecker!

Mit Kindern Stockbrot zubereiten

Stockbrot – auch Knüppelbrot und in der Schweiz Schlangenbrot genannt, ist wohl die ursprünglichste Form Brot zu backen. Wie ich darauf komme, was das genau ist und wie ihr es ohne viel Aufwand mit euren Kids über Feuerschale oder Lagerfeuer zaubert, weiß RiskyMum Tanja. Seit gestern!

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Das Braucht ihr für das beste Stockbrot der Welt:

  • 350 Gramm Dinkelvollkornmehl Type 1050
  • 200 Gramm Dinkelmehl Type 630
  • 150 Gramm Buttermilch
  • 150 Gramm lauwarmes Wasser
  • 3 Esslöffel Oliven- oder Sonnenblumenöl
  • ein Würfel Hefe
  • ein Teelöffel Salz
  • ein Teelöffel brauner Rohrzucker
  • Eine große oder 3 kleine Hände voll Kräuter
  • 100 Gramm geriebenen Parmesan-Käse
  • 2 Knoblauchzehen

Zutaten – verändere sie nach deinem Geschmack

Meine Rezeptvariante erinnert nur noch marginal ans Stockbrot-Grundrezept . Ich will wissen, ob ich das nicht ein bisschen mediterran einfärben kann – und schwups, das ist kein Problem. Die Kinder pflücken, was Garten & Hochbeet hergeben – Melisse, Schnittlauch, roter und grüner Basilikum, Petersilie und Minze. Du kannst natürlich auch ganz andere Kräuter verwenden, zum Bespiel Rosmarin. Auch beim Mehl verwende, was du magst und vor allem was du vorrätig hast – Buchweizenmehl finde ich persönlich eine tolle Alternative. Übrigens auch für Waffeln. Mein Lieblings-Waffelrezept findest du hier.

Ich würde allerdings für ein gutes Backergebnis einen größeren Teil Vollkorn- und einen kleineren Teil Weißmehl verwenden. Du hast eine andere Erfahrung gemacht? Ich bin gespannt.

Das wichtigste zuerst: das Rezept

Ich finde: je einfacher, desto besser. Die Kinder räumen die Töpfe aus dem Schrank, während der Hund Gefahr läuft, in Flamen aufzugehen – er schleicht viel zu dicht um die Feuerschale*! Vermutlich ahnt er, dass sich dort gleich unfassbar Leckeres abspielen wird. Also, zacki, der Teig muss her, während irgendwer anders Kinder, Hunde und Feuer in Schach hält. Du wirfst alle Zutaten in eine Schüssel, Reihenfolge Geschmacksache, und knetest es zu einem homogenen, eher festen Hefeteig. Danach gönnst du der Köstlichkeit in spe 30 Minuten Ruhe- oder Gehzeit (Deckel drauf, warme Umgebung hilft dem Teig sich aufzuplustern). Wer eine Küchenmaschine / Thermomix besitzt, lässt die oder den arbeiten: Drei Minuten, Teigprogramm.

Stockbrot allein mit Kleinkind?

Vergiss’ es. Bevor du den Teig zubereitest, sollte das Feuer schon eine ganze Weile brennen, da wir eine ordentliche Glut brauchen, die unter einer Stunde Brennzeit (absolutes Minimum) nicht zu erreichen ist. Natürlich lässt sich Stockbrot auch über dem Feuer backen – das dauert nur viel länger und birgt die Gefahr, dass es verbrennt. Besonders kleine Kinder sind damit feinmotorisch und kräftemäßig oft überfordert. Die Stöcke müssen gedreht und hoch genug über Flamme oder Glut gehalten werden. Am besten: ihr macht das alle gemeinsam.

Stockbrot über dem Lagerfeuer
Lagerfeuer wie zur Steinzeit – alle helfen mit

Delegieren ist das Zauberwort

Während du den Teig in Windeseile zubereitest, schickst du deine Sammler und Jägerinnen in den Wald, den Garten (oder den des Nachbarn) oder zum Baumarkt – du brauchst für dein Steinzeit-Brot noch die richtigen Stöcke!

Achtung: Manche Hölzer sind giftig! Haselnussholz eignet sich zum Beispiel bestens. Es macht Spaß, die Stöcke gemeinsam zu suchen und vorzubereiten – wer es gern akribisch mag (ich nicht), kann sie anspitzen und die Rinde entfernen. Ich gehöre zur Sorte “Wird-Schon!” und finde die bambusähnlichen, kerzengeraden Stöcke, die der Papa von Merlins Freund angeschleppt hat, wunderbar. Wo hast du die eigentlich so fix aufgetrieben, Tom? 

Geht auch auf dem Balkon

Ihr habt keinen Garten, keine Terrasse und keinen Holzvorrat für den Winter? Macht nichts. Auf dem Grill kannst du super Stockbrot backen! Entsprechende Stöcke bekommst du  im Netz, und zwar hier*. Und ein kleines bisschen Stockbrot-Luxus verspricht das 2er-Set Stockbrot-Grillrohr*

Rauf auf den Stock!

Ich habe das Glück, einem Koch dabei zuzusehen, wie er meinen Teig elegant durch die Luft wirbelt, um ihn dann leichthändig um den Stock zu drehen. Ich fürchte, dass das bei uns Laien etwas weniger nach russischem Ballet aussieht – aber schmecken wird’s vermutlich auch nicht anders.

Wichtig: Es dürfen keine Lücken entstehen. Der Teig muss den Stock vollständig umschließen. Wenn ihr zu viel nehmt, kann er ins Feuer fallen – ist uns passiert.

Und wie lange dauert’s?

Da wir uns spontan fürs “Experiment Stockbrot” entscheiden hatten, blieb nicht genug Zeit, auf eine anständige Glut zu warten. Über dem Feuer schmachten wir 15 bis 20 Minuten , bis ein Brot fertig ist – je nachdem, wie dick die Teigrolle ist, die wir um den Stock gewickelt haben. Uns stört das nicht – wir haben noch einen Salat und ein Gläschen Rotwein zum Vorglühen – leider sieht Merlins kleiner Freund nicht ein, dass er nichts vom Traubensaft abhaben kann!

Ferien zuhause & Camping

Wir haben zuvor noch kein Stockbrot probiert, meine Freundin und RiskyDad kannten es überhaupt nicht – und jetzt sind wir Fans. Ich könnte mir vorstellen, an Merlins drittem Geburtstag Stockbrot zu machen und auch beim Campen werden wir es sicher ausprobieren.

Tipp: Wenn ihr Teig übrig habt, könnt ihr den kühl stellen und am nächsten Tag leckere Brötchen daraus backen – bei 180 Grad, 30 Minuten.

Abenteuer gibt’s auch ohne Verreisen

Dieses Jahr verbringen wir die Ferien zuhause. Neben Waldbad, Eiscafé, kleinen Wanderungen zum Biergarten, Fahrradfahren, Freunde besuchen und jeden Morgen stundenlang im Bett frühstücken wollen wir gemeinsam Neues ausprobieren. Und wenn das dann auch noch nach Abenteuer schmeckt, ist’s perfekt.

Na, habt ihr schon Feuerholz gesammelt, Stöcke geschnitzt, Teig geknetet und hoffentlich noch keinen Hund gelöscht? 

Guten Appetit!

Eure RiskyMum Tanja

 

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Tanja Conrad

2 Comments

  1. Svenja Jensen 16. August 2017

    Bitte ändert das Hintergrundbild… nackte Kinder haben nix im Netz zu suchen 🙁

    1. Tanja Conrad 16. August 2017

      Liebe Svenja,
      danke für deinen Hinweis. Ich überlege mir bei jedem Foto, ob ich es mit dem Schutz des Kindes vereinbaren kann. Natürlich ist es auch mit den Eltern des anderen Jungen entsprechend geklärt. Auf den Fotos ist nichts zu sehen, was nicht auch eine Windelwerbung zeigen würde und darüber regen sich die wenigsten auf. Ich verstehe deine Beweggründe, bitte dich aber, mir in soweit zu vertrauen, dass ich mir von Herzen Gedanken zu dem Thema mache. Dein Kommentar bringt mich dennoch zum Nachdenken. Dafür bin ich dankbar.
      Liebe Grüße,
      Tanja

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