Rohema KIDS Percussion – der Geheimtipp für Kinderinstrumente made in Germany?

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Rohema – auch Musikerinnen wie ich brauchen manchmal eine Weile, bis das richtige Instrument oder passende Noten gefunden sind. Bei den Orff-Instrumenten für meine “Singvögelchen” habe ich lange gesucht und einiges ausprobiert. Ob meine Wahl den Ansprüchen der Kids und meinen Vorstellungen von Klang und Qualität standhält? Ein instrumentales Porträt.

Rohema – auf der Suche nach dem Alleskönner

Wer mich kennt, weiß: Ohne nachhaltige Herstellung geht bei mir nichts. Und deshalb schloss ich Plastik-Instrumente aus Asien von vorn herein aus. Ich suchte nach klanglich Zauberhaftem, das irgendwer in Deutschland produziert. Und dieser Jemand sollte, bitte schön, Angestellte fair behandeln und Preise aufrufen, die auch weniger betuchte Familien nicht in Ohnmacht fallen lassen. Kurz: Konnte es nicht geben, da war ich mir sicher.

Orff-Instrumente – für uns die richtige Wahl

Mit Carl Orff assoziieren die meisten vermutlich die Carmina Burana, das berühmte Spätwerk des Komponisten und Dirigenten. Nur wenige wissen, dass Orff ein inspirierter und inspirierender Musikpädagoge war.

Elementare Musik ist nie Musik allein, sie ist mit Bewegung, Tanz und Sprache verbunden.

Orff bestand darauf, dass Musik nicht durchs Hören erlebbar wird, sondern durchs Machen. So suchte er nach Instrumenten, mit denen jede und jeder sofort etwas anfangen kann.

Tipp Hast du Lust, mit deinen Kids Orff-Instrumente auszuprobieren? Leg’ einfach los. Und wenn du Inspiration brauchst – die findest du sie im Buch Orff-Instrumente kennenlernen*. Dort gibt es einige ausgearbeitete Ideen, was ihr mit den Instrumenten für Kinder anstellen könnt.

Orffs Ansatz erinnert mich an die Prinzipien von Maria Montessori: Hilf mir, es selbst zu tun. Orff-Instrumente sind aus diesem Grund für mich und meine Singvögelchen genau das Richtige. Wer tiefer in die musikalische Montessori-Pädagogik eintauchen möchte, wird im Buch Kinder erleben Musik* fündig.

Singen und Musizieren mit Kindern

Wie jeden Dienstagnachmittag sitzen wir heute im Stuhlkreis. Neun kleine Jungs halten sich an den eigenen Ärmchen oder Hockern fest, um sich nicht auf die Instrumente stürzen zu müssen, die auf die Musikanten warten. Endlich gebe ich den Ring frei und die Kinder dürfen sich nacheinander eine Rassel, Cymbeln, Klanghölzer oder ein Tambourin nehmen.

Nicht, dass ein falscher Eindruck entstünde: Es klappt nicht immer mit der Disziplin. Nicht immer gelingt es mir, die Kinder mit ihren momentanen Interessen zu erkennen und abzuholen. Mehr dazu lest ihr in meinem Artikel Kinder singen. Heute ist es aber ruhig. Zumindest bis die Drei- bis Fünfjährigen die Orff-Instrumente beim Wickel haben und sie wie wild aneinander schlagen, reiben, kratzen. Ich wollte wissen, was sie mit den handgefertigten Klangspielen nach Orff-Manier anstellen, wenn ich sie ihnen ohne Anleitung oder Vorschrift überlasse. Es entsteht ein klangsattes Konzert, in dessen Pausen die Kinder ihre Instrumente immer wieder von alle Seiten bestaunen, untereinander austauschen oder mit ihnen Rakete spielen.

Ein gutes Kinderinstrument schreibt dem Spieler und der Spielerin nicht vor, wie sie oder er es zu verwenden hat.

Der Punkt geht an: Rohema. Und an “meine” neun Jungs.

Rohema Orff-Instrumente – wie viel Kind vertragen sie?

Der Dreijährige Jonas ist nicht zimperlich. Beherzt greift er die Cymbeln und haut sie, kadumm, einmal quer durch mein Atelier. Man kann den Jungen verstehen. Er wollte einfach wissen, wie laut die mattglänzenden Scheiben schäppern können, die wie kleine Schwestern der dickbauchigen Becken aussehen. Und ich sage euch, die können was. Jonas ist zufrieden mit dem krachenden Ergebnis und ich im Grunde auch. Die Instrumente haben den Flug auf mein E-Piano mit Landung auf dem Parkett nämlich unbeschadet überstanden. Auch Klanghölzer, Rasseln und Tambourine zeigen sich unbeeindruckt nach mehrfacher Zweckentfremdung.

Wer steht hinter Rohema?

Auch der Schlagzeuger der Ärzte, Bela B, kauft bei Rohema. Die Taktstöcke des berühmten Dirigenten Daniel Barenboim stammen auch aus der Werkstatt des Familienunternehmens. Robert Eduard Hellinger hat es 1888 im sächsischen Markneukirchen gegründet – Söhne, Töchter, Enkel und UrenkelInnen haben es mittlerweile in die 5. Generation gedrechselt, gedacht und geplant. Drumsticks, Rhythmusinstrumente und Xylophon Schlägel – fast alles stammt aus den Werkräumen des Unternehmens. Was sie nicht selbst produzieren können, bekommen sie von einem Zulieferer aus der Region.

Die KIDS Linie habe sich irgendwann ins Programm “eingeschlichen”, erzählt Florian. Auf die Frage, welche Funktion er denn innerhalb der Firma habe, muss er lachen. Ja, das könne man nicht so genau sagen, es gehöre irgendwie alles dazu. Das, so findet Florian, sei super. Es erlaube ihm, sich voll zu entfalten (Kann ich als CreativeTinnitus-Inhaberin total verstehen).

Überhaupt scheint der ganze Laden etwas anders zu ticken als ein durchgestylter, perfekt strukturierter Hochglanzbetrieb. Sächsisch halt. Jeder tut das, was er oder sie kann. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen fast alle aus dem Ort. Kurze Arbeitswege, laut Florian zahlt Rohema über Tarif. Sie seien auf Expansionskurs, sagt er. Noch vor einem Jahr gab es hier 18 Mitarbeiter, jetzt sind es 30. Kein Wunder. Rohema ist die einzige Taktstockmanufakur in Europa. Sie liefert nach Asien, Russland, Australien und Amerika.

Arbeitet und produziert Rohema Percussion wirklich nachhaltig?

Ich hatte es schon im Netz gesehen: Die Instrumente sind zu 100 Prozent aus Metall oder Holz gefertigt. Bei wenigen anderen Herstellern habe ich diese konsequente Vermeidung von Plastik entdeckt. Umso erstaunter war ich, als der Zauberer das Paket öffnete:

Mama! Das ist ja alles in Plastik verpackt!

Darauf angesprochen erklärt Florian, dass die Instrumente bald in umweltfreundlicheren Beuteln aus vorwiegend nachwachsenden Rohstoffen ausgeliefert werden. Auch wollen die Rohema-Chefs die Taschen, in denen die Instrumenten-Sets ausgeliefert werden, demnächst aus einem anderen Material fertigen lassen. Das ist eine gute Idee. Die jetzigen sind aus sturem Kunststoff, weder besonders chic noch machen sie einen langlebigen Eindruck. Die Konkurrenz fertigt zum Beispiel aus Leinen. Rohemas neue Taschen werden auch in Zukunft nicht aus dem Naturstoff gefertigt. Dafür scheint das neue Design aus weichem, gut gepolsterten Material die Instrumente gut zu schützen. Und prima aussehen werden sie wohl auch. Mein Wunsch für die Set-Taschen 3.0 irgendwann in der Zukunft: ein Naturmaterial.

Wir wollen immer nachhaltiger werden und das auch kommunizieren. Nachhaltigkeit ist Teil des Firmenkonzepts geworden.

Florian erzählt, dass seine Tochter gern mal auf den Instrumenten herumkaut. Das störe ihn nich, sagt er. Das Buchenholz der KIDS Linie sei unbehandelt und damit schadstofffrei. Bonus: Bissfest scheint es auch zu sein.

Das Rohema Sortiment – was eignet sich für Kinder?

Es gibt kaum einen Orff-Klassiker, den Rohema KIDS Percussion nicht zu bieten hätte. Für Einsteiger gibt es Rasseln, Schellen oder Triangeln. Wer es etwas exotischer mag, kann sich zwischen Rakatak, Agogo oder Maracas entscheiden. Ich gebe zu – bis heute habe ich sie nicht alle auf dem Schirm, die zahllosen orff’schen Klangkuriositäten, aus denen die Singvögelchen ihre Improvisationen zaubern. Egal. Gemeinsam wachsen heißt mein Motto.

Für zuhaue muss es nicht gleich ein üppiges Instrumenten-Set sein, wie ich es von Rohema zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ich darf und durfte das Rhythmus Set 1* für 24 Kinder testen: Cymbeln, Klanghölzer verschiedener Größe, Tambourin, Klangblöcke und vieles mehr.

Mittlerweile weiß ich, was bei den Kids am besten ankommt:

Folgst du uns schon auf Instagram? Dort verrät der Zauberer seine absoluten Lieblings-Instrumente …

 

 

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Heute mache ich eine Pause von der Insta-Pause. Denn, tataaaaa – die Orff-Instrumente unseres neuen Partners @rohema_percussion sind gelandet – vielen Dank dafür! Ich freue mich auf und über die Zusammenarbeit mit dem Familienunternehmen, das seine Instrumente in Deutschland produzieren lässt und auf Nachhaltigkeit achtet. Und: Die Instrumente der Sachsen sind einfach umwerfend! #derZauberer hat das Paket ausgepackt und verrät im Video, welche Instrumente ihm am besten gefallen. Shame on me – ich kenne nicht mal alle Namen! Das wird sich ab Dienstag ändern, wenn sie unseren Kinder-Singkurs aufmischen. Im Mai könnt ihr im Blog mehr lesen über Rohema und auch einige kleine Instrumente gewinnen. Wir musizieren jetzt erstmal gemeinsam eine Runde. Habt ihr auch Schlaginstrumente am Start? Was rockt eure Familie?

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Rohema Percussion – gibt’s auch ein Musikhaus ?

Hast du Lust bekommen, das eine oder andere Instrument auszuprobieren? Leider hat Rohema kein Ladengeschäft, wo du dir die Kinderinstrumente anschauen oder ihr sie gemeinsam ausprobieren könntet. Ich finde das furchtbar schade, dennoch auch verständlich. So ein Musikhaus ist heute kaum noch profitabel. Mit zwei, drei Klicks können wir uns mit Klanghölzern oder Triangeln made in China blitzschnell versorgen. Das geht eingeschränkt auch mit Kinder Rhythmus Instrumenten von Rohema KIDS Percussion – bei amazon ist ein kleiner Ausschnitt des riesigen Rohema-Angebots erhältlich. Zum Einstieg empfehle ich die Mini-Shaker*.

Ein Instrument kaufe ich nicht im Netz. Wenn es nicht durch meine Hände und Ohren gegangen ist oder empfohlen wurde, gebe ich ihm kein Zuhause. 

Drums’n rock’n roll – das Fazit

Rohema ist nicht einfach nur irgendein sächsisches Unternehmen. Das beweist eine gewisse orangefarbene Maus: Vor einiger Zeit war die Sendung mit der Maus bei Rohema zu Gast. Wenn ihr wissen wollt, was es dort zu sehen gab, schaut doch mal hier vorbei.

Doch kein Essstäbchen?

Erst vor kurze habe ich festgestellt, dass meine Gitarre ebenfalls aus dem Rohema-Standort Markneukirchen kommt. Und das ist kein Zufall: Das sächsische Vogtland ist berühmt für den Instrumentenbau. Kurz: Ich kann einfach kein ernstzunehmendes Haar in der Rohema-Suppe finden kann. Wegen des satten Klangs, vorzüglicher Verarbeitung der Instrumente, nachhaltiger Produktion und dem angenehmen Kontakt mit Florian gibt’s hier die Bestnote.

Erst probieren, dann kaufen

Warum ich euch den Mund wässrig mache, obwohl ihr am Ende doch nicht alle Instrumente im Netz kaufen könnt? Dafür haben wir uns mit Rohema natürlich eine Lösung ausgedacht. Wenn ihr meinem Urteil vertraut, bestellt ab Herbst über mich einfach und bequem Instrumente aus der Linie KIDS Percussion. Für alle, die lieber doch auf Nummer Sicher gehen und ein Instrument ausprobieren möchten: Rohema hat eine kleine Auswahl mitgeschickt, die ich verlosen darf. Shaker, ein Paar Klanghölzer, zwei Maracas (Holzrasseln), ein Glockenstab und einiges mehr warten im September auf Besitzerwechsel. Schaut einfach regelmäßig bei Instagram, Facebook oder der Risky Week vorbei – dort erfahrt ihr neben einer Menge Private Content, wann es Los-geht.

 

Und wie geht’s weiter?

Tataaaa, von nun an ist Rohema unser offizieller Partner! Somit werdet ihr immer wieder etwas hören und sehen aus der Klangwelt von KIDS Percussion. Ich freue mich riesig, durch und mit Orff-Instrumenten auch die Kinder besser kennen und verstehen zu lernen. Es ist nämlich nicht so, dass ich sie etwas lehren würde. Vielmehr lerne ich durch sie, was Menschen brauchen, um sich wirklich begeistern zu können. Und da kommen mir die einfachen, liebevoll produzierten Instrumente des Familienunternehmens Rohema gerade recht.

Mehr dazu, warum ich meine Kurse mit den Singvögelchen gleichermaßen als Herausforderung und Chance empfinde, lest ihr in meinem Beitrag Kindern singen – weniger Pädagogik, bitte!

So, ihr Lieben, wenn ihr neugierig geworden seid, schaut doch mal bei Rohema KIDS Percussion vorbei. Schickt eure Fragen oder Anregungen an servus@norisknomum.me und, das wichtigste, haut in die Tasten, auf die Tambourine und in die Saiten. Warum sich das für eure Kids und euch als Familie lohnt, lest ihr demnächst in diesem Familien-Theater.

Eure RiskyMum Tanja

Ich danke der Firma Rohema Percussion für das Rhythmus Set 1, das sie mir zum Testen unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat, und die gute, auf Transparenz basierende Zusammenarbeit.

Diese Rezension ist redaktionell unabhängig entstanden. Aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag dennoch als Werbung zu deklarieren.

Tanja Conrad

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