Risky Year 2017 – von Sturmflut, kaltem Entzug & Perspektiven

Risky Year 2017

Unser Risky Year 2017 – auch, wenn vieles schief gelaufen ist und uns einige Bomben aus dem Tritt gebracht haben: Die Investitionen und Mühen haben sich gelohnt. Was ich aus diesem Jahr gelernt habe und wie es für mich und fürs Blogwohnzimmer weitergeht? 

Und, wie war eigentlich unser Risky Year 2017 ?

2017 beginnt für uns mit einer Sturmflut in Stralsund. Die tobende Ostsee, die vor meinen Augen ein Fahrrad verschluckt, peitschender Wind, der meinen Hund droht wegzufegen –  bereits alle Vorzeichen für das kommende Jahr. Im Februar launchen Herzfreundin und ich unseren zweiten Blog NoRisk. NoMum., den ich ein halbes Jahr später als völliger WordPress-Newbie übernehme. Im Sommer verwerfen wir alle Reisepläne über Nacht, weil ich für zwei Monate ins Erzgebirge ziehe, um Carmen auf der Freilichtbühne zu singen. Merlin wechselt in den Kindergarten und bekommt zwei Monate später überraschend einen Platz im Naturkindergarten. Große Freude – und vier Wochen keine Arbeitszeit wegen Eingewöhnung.

Risky Year 2017 – Sturmflut in Stralsund
Risky Year 2017 – ganz schön stürmisch

Risky Year 2017 – wie, das reicht noch nicht?

Neben all dem verbringen wir ein Wochenende mit Freunden im Baumhaus, machen eine Kooperationsreise nach Österreich, haben meine Lieblingsfreundinnen und viel Familie zu Besuch. Dazwischen flitzen wir zu Fortbildungen, treiben uns auf Konferenzen rum und gehen auch gern mal ins Theater. Ganz abgesehen von kleinen Camping- und Wanderausflügen an den Achensee oder in die Alpen. Und jetzt werde ich auch noch Tante!

Risky Year 2017 – Bloggerfrühstück auf dem Salzburger Flughafen: ein Kuss für Mozart
Bloggerfrühstück auf dem Salzburger Flughafen – ein Kuss für Mozart

Lieblingsüberraschung?

Als der Anruf kommt mit der Frage, ob ich an meinem alten Theater Carmen singen wollte, gibt es nichts als ein Ja dafür. Ich bin von Herzen dankbar für diese zwei Monate großen Glücks.

Risky Year 2017 – nach der letzten Vorstellung von Carmen – Merlin hat sie alle gesehen
Nach der letzten Vorstellung von Carmen – Merlin hat sie alle gesehen

Place to be?

Erzgebirge, ich ❤️dich.

Book Favie?

Top-3- RiskyPosts 2017?

  1. Von Bindung & Verbindung
  2. Reisen mit Kind – unsere  Lieblingsziele & Reisetipps
  3. Missed Abortion: Erfahrungsbericht mit Happy End

Mein persönlicher Chaosfaktor Risky Year 2017 (von fünf ⭐️): ⭐️⭐️⭐️

Volle Kante Chaos. Und weil ich eine großartige Chaosmanagerin bin, muss ich das 2018 nicht mehr üben. Alleinerbin eines Blogs ohne nennenswerte WordPress-Kenntnisse, Fortbildungen, zwei Mal Kindergartenwechsel, Reisen, Besuch – selbst mir war das zu viel. Ich werde auch 2018 zu Konferenzen gehen und Gäste empfangen – aber ich werde es nach Kräften tun.

Von Zielen, Ideen & Träumen: Wie geht’s 2018 weiter für mich?

Meinen CreativeTinnitus nehme ich mit ins neue Jahr, soviel steht fest. Und damit einerseits meine Kraft- und Glücksquelle und andererseits das chronische Gefühl, mich für eine begrenzte Anzahl von Projekten entscheiden zu müssen – und einigen Ideen und Zielen eine Absage zu erteilen.

Wenn ich alles schaffen wollte, was mir Neugier und Interessen antragen, bräuchte ich 300 Jahre Lebenszeit. Mindestens.

Der heimliche Wunsch, alles zu schaffen, parallel die gesamte Bandbreite meiner Möglichkeiten und Ideen zu verwirklichen, hat mich vergangenes Jahr viel Kraft und Zeit gekostet. Das Verhältnis von Input zu Output stand in einem ungünstigen Verhältnis zueinander.

Merlin findet im Herbst eine Pusteblume
Pusteblume im Spätherbst …

Overload

Bloggen, Theater und Musik, Studium, Familie und eine Herde weiterer Teilprojekte mussten sich Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit teilen. Durch dauernde Kontextwechsel ging noch mehr Energie verloren und ich habe mich oft gefragt, was mir dieses Job-Hopping am Ende eigentlich neben vieler innerer wie äußerer Konflikte einbringt. Die Antwort? Ich bin, Überraschung, 2017 weder reich geworden, noch habe ich meinen Projekten den entscheidenden Kick verpassen können. Deshalb muss ich mich nicht vor Scham in den Staub werfen. Ich gehe nicht leer aus dem Jahr. Neue Kontakte, viel Wissen auf komplett artfremdem Territorium, berührende Begegnungen und, notabene, wer mich gut kennt – ich habe gelernt, mich zu strukturieren und das Chaos, was mir zutiefst inne wohnt, als einen Teil von mir zu akzeptieren. Ich versuche nicht mehr, es loszuwerden. Ich nutze es als Quelle, ohne es auf ein Podest zu hieven, um ihm die Regierung anzutragen. Wie ich das mache, erfahrt ihr in der EML-Matrix.

Merlin streichelt eine Katze
Merlin liebt Katzen …

Tür zu, RiskyMum

Mit diesen relativ jungen Skills mache ich mich auf in ein neues Jahr, in dem ich abspecken werde. Ne, keine Kilos. Ich lege Projekte auf Eis zugunsten meines Studiums, das ich 2018 beenden will – Priorität Nummer Eins. Ich erlaube mir, meine Klause für ein halbes Jahr nicht zu verlassen, Kurse, Fortbildungen und allerlei anderes an mir vorbeiziehen zu lassen. Es wird eine harte Zeit.

In die Welt zu gehen kann zur Droge werden. Ich mach’ dann mal Entzug und bleibe zuhause.

Aussicht von der Rübezahlalm
Die Aussicht von der Rübezahlalm – traumhaft

 

Ich möchte weiter üben gewaltfrei zu kommunizieren. Jeder Tag, an dem ich mich mit mir und anderen Menschen verbunden fühle, ist ein guter Tag. Es gehört nicht zu meinen Superduperskills, eigene und fremde Grenzen höflich und respektvoll zu wahren. Deshalb hat mich das Buch über Anstand von Axel Hacke nachhaltig bewegt. Und es bewegt mich nun, das in Zukunft mehr zu üben.

Wenn ich jogge, bin ich ein besserer Mensch.

2018 werde ich weiter joggen, meditieren, Yoga machen. Ich neige zum Zerfallen und deshalb suche ich mir Struktur. Da ich weder einen Chef noch fixe Arbeitszeiten habe, übernehmen Rituale und Gewohnheiten diese Funktion. Gimmick: Ich suche sie mir selbst aus.

Meine Kraft einschätzen zu lernen, die eigenen Grenzen nicht mehr zu übergehen, das ist die Herausforderung und das Ziel 2018.

Nachhaltig leben 4.0

Für uns geht es kommendes Jahr in die nächste Nachhaltigkeits-Runde. Plastiktüten, in Plastik verpackte Lebensmittel, Atomstrom und reine benzinbetriebene Autos haben wir hinter uns gelassen. Jetzt bauen wir langsam, ohne Druck und inneren Zeigefinger, Plastik im Haushalt ab. Lösungen finden wir in Verpackungsfrei-Läden, im Netz, einem inspirierenden Buch* und bei Freunden mit ähnlichen Interessen. Und: Bei uns zieht ein neuer Mitbewohner ein. Im Gegenzug schicken wir unseren Autogas-Flitzer in Rente. Wir haben uns ein reines Elektroauto ausgesucht, das wir mit selbst gemachtem Strom füttern.

Risky Year 2017 – Ferien in Ellmau
Große Liebe: Merlin, Bruno & RiskyMum in Ellmau

Platz schaffen

Für mich ist Umweltschutz nicht nur lebenswichtig, sondern ein Abenteuer. Was geht, was nicht, wie kann ich selbst komfortabel und mit gutem Gewissen leben? Nachhaltigkeit hat schon lange nichts mehr mit Mangel und Unbequemlichkeit zu tun. Verzichten fühlt sich an wie ein Gewinn. Gewinn an Raum und Möglichkeiten. So geht es mir auch mit Menschen. Dieses Jahr habe ich Menschen ziehen lassen, weil deren Leben mit meinem nicht mehr vereinbar war. Ich fühle mich befreit und möchte mich 2018 um die Menschen kümmern, die zu mir passen, mit ihnen diskutieren, streiten, einander wertschätzen und annehmen.

Was geht 2018 im Blogwohnzimmer? Und was nicht?

Ich habe die letzten Tage des Jahres genutzt und mir überlegt, was meine Entscheidung für den Blog bedeutet. Ich möchte euch weiter in unserem virtuellen Wohnzimmer treffen, möchte mich mit euch austauschen und gemeinsam wachsen. Deshalb habe ich mich für eine achtsame Art entschieden, die Artikelstruktur einzudampfen. Wie gewohnt möchte ich sonntags die Risky Week raushauen. Dazu wird es wie bisher jeden ersten Mittwoch im Monat die Kolumne Leben mit Kindern geben. Außerdem schicke ich monatlich einen weiteren Beitrag, ein Rezept und eine Rezension online. Die Wahl ist nicht zufällig und unterstützt mich optimal, meine Skills zu üben und bietet ausreichend Stoff, mit euch weiter in Kontakt zu bleiben.

Ich wünsche mir, euch kennenzulernen, zu verstehen, was euch bewegt und interessiert. Helft ihr mir dabei mit Kommentaren und Mails? 

Zeit für dich …

Ich werde für sechs Monate keine Arbeitstage in den Blog investieren. Schreiben, recherchieren, Blog umziehen, WordPress verbessern, Pinterest aufbauen, SEO-Bombe werden – all das passiert nur noch nach Feierabend und mit dem Gefühl, am Tag alles für die Ausbildung getan zu haben, die mich am Ende zu einer seriösen, journalistischen Bloggerin machen wird. Und mit dem Gefühl, wirklich Zeit mit meiner Familie zu verbringen, anstatt über sie zu schreiben.

Merlin, du bekommst 2018 das wertvollste von mir, was ich dir geben kann: Zeit. Und ungeteilte Aufmerksamkeit.

Mit meiner Familie im Flugzeugmuseum – wir lieben Ausflüge
Mit meiner Familie im Flugzeugmuseum – wir lieben Ausflüge

Jahresmotto?

Nimm’ ein Kind an die Hand und lass’ dich von ihm führen. Betrachte die Steine, die es aufhebt und höre ihm zu, was es dir erzählt. Zur Belohnung zeigt es dir eine Welt, die du längst vergessen hast. (Werner Bethmann)

Ferienzeit

Weil meine Ziele ambitioniert sind, brauche ich Zeit. Die nehme ich mir bis zum 21. Januar 2018. Da kommen wir frisch aus dem Skiurlaub mit Onkel, Tante, Cousinen und allen Kindern, Hunden und Männern, die dazu gehören. Ich freue mich riesig darauf! Was wir in Ellmau erlebt haben, erzähle ich euch in der ersten Risky Week des Jahres. In der Zwischenzeit stöbert einfach bei den Kolleginnen und Kollegen, die ich im Laufe diesen Jahres kennenlernen durfte. Bloggen hat nämlich großartige Nebenwirkungen: Aus virtuellen Kontakten entstehen manchmal lebendige Freundschaften.

Meine Blog-Favies 2017 – virtuell & (zum Teil) analog

Thanx❤️

Von ganzem Herzen danke ich RiskyDad für seine Unterstützung und die Liebe, mit der er mich und meine Ideen begleitet, spiegelt und für Durchblick sorgt. Manchmal bin ich neidisch auf seine Geduld mit Merlin – aber viel mehr bin ich dankbar, die beiden beobachten und daraus lernen zu dürfen. Gleich danach kommen die Wahlgroßeltern: Schwedenoma Tina, die Merlin ihre Liebe, Sprache und Kultur schenkt und Opa Franz mit seiner bayerischgefärbten Buddha-Aura, der jedes Mal strahlt, wenn er den kleinen Enkel sieht. Ich danke auch den anderen Großeltern und Paten, Cousins und Cousinen, Tanten und Onkel, die ihre “Jobs” nicht besser machen könnten.

Und jetzt du

Und ich danke euch Leserinnen und Lesern. Mit euch darf ich mich im Blogwohnzimmer austauschen, für euch sind meine Artikel, Geschichten, Gedanken. Euch habe ich vor Augen, wenn ich in die Tasten haue und meine Themen wähle. Danke, dass ihr da seid. Und danke, dass ihr mein Leben verändert und bereichert. Eure Reaktionen sind wie ein Seismograph, der mir zeigt, wohin die Reise geht im Blogwohnzimmer – und manchmal auch meine eigene.

Danke an euch alle, denen ich begegnet bin, von denen ich 2018 lernen durfte, die mich begleitet, gespiegelt und inspiriert haben. 

Ich wünsche euch in den letzten Tagen des Jahres Zeit und Mus(s)e für eure Pläne und Träume. Vielleicht habt ihr Lust, mir von euren Ideen für 2018 zu erzählen? Rutscht gut ins Neue und nutzt den Zauber des ersten Januarmorgens. Ganz egal ob zum Faulenzen oder Joggen. Hauptsache, es passt für euch.

Eine wunderbare Neujahrszeit und alles Liebe,

Eure RiskyMum Tanja

Risky Year 2017 – zur Vorweihnachtszeit in Wien
Sehen wir uns wieder im neuen Jahr?

 

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Tanja Conrad

1 Comment

  1. Bettina Sturm 8. Januar 2018

    Liebe Tanja,
    ich freue mich riesig, dass wir uns im Herbst auf der Blog.Big kennengelernt haben. Dein wunderbares offenes Lächeln hat mich sofort angezogen.
    Auch, wenn ich aus dem Gröbsten raus bin mit meinem Sohn, lese ich deinen Blog sehr gerne: Ich mag deinen Stil und den Einblick in deine Gedankenwelt.

    Ach, mein Motto für 2018 ist: Einfach öfter JA sagen!
    Welche 2017-Ziele ich erreicht habe, was ich mir für 2018 vorgenommen habe und warum das kleine Wörtchen JA jetzt eine so wichtige Bedeutung hat, das kannst du hier https://respektherrspecht.de/mein-motto-2018-einfach-oefter-ja-sagen/ lesen.

    Stürmische Grüsse schickt dir Tina

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