Risky Week 49 – von Punsch, Party & Nikolaus

Risky Week – Merlin beim Malen

Risky Week 49 – wo wir Nikolaus gefeiert haben, wer bei uns eingefallen ist und was wir gebraut haben? Eins ist sicher: die Woche war Bombe …

So war unsere Risky Week 49

Für diese Woche habe ich mir eine neue Arbeitsstruktur überlegt. Bisher habe ich meine Arbeitstage wie Käse in Scheiben geschnitten. Ständige Kontextwechsel sorgen für Reibungsverluste. Am Ende habe ich selten das Gefühl, etwas zu Ende gebracht zu haben. Mal gucken, ob sich mein Experiment als praktikabel herausstellt. Mit Fell- und Non-Fellkindern und chronischem Creative Tinnitus am Start muss oder darf ich, je nach Perspektive, mit Überraschungen rechnen. Jetzt versuche ich es mit zwei Tagen Studium, zwei Tagen Bloggen und einem Tag Musik und Büro. Ich berichte.

Männerbesuch

Montagnachmittag bekommen wir Besuch von zwei Mamas mit Jungs im Gepäck. Das werden ein paar lustige Stunden, die wir nächste Woche direkt fortführen wollen. Dienstag geht es nach dem Naturkindergarten zum Kinderturnen. Schön, dass wir auf diese Weise den Kontakt zu den Eltern im Dorf nicht verlieren.

Nikolaus kommt nach München

Am Nikolaustag fahren wir nach dem Kindergarten zur Schwedenoma und Opa Franz. Dort kommt der Nikolaus vorbei und bringt eine riesige Portion Second-Hand-Lego und ein wenig Playmobil.

Plastikspielzeug gibt es bei uns prinzipiell nur gebraucht.

Risky Week 49 – Merlin entdeckt die Geschenke vom Nikolaus
Merlin freut sich über die Geschenke vom Nikolaus und ist ganz aufgeregt …

Donnerstag kommt Merlins neuer Freud mit seiner Mama vorbei. Gibt mal wieder eine Waffelschlacht – jedes Mal ein Highlight. Die Jungs sind wie die Mamas sehr unterschiedlich, was die Sache spannend macht. So lange es Schnittmengen gibt, habe ich Freude an unterschiedlichen Perspektiven.

Wochenende?

Freitagmorgen hüpfe ich vom Bett direkt an den Schreibtisch, nachdem ich Hunde gefüttert und den Ofen angeheizt habe.

Morgens ein Feuerchen anzuzünden ist der perfekte Start in den Tag. Die Flammen und das Knistern wirken auf mich wie Kaffee …

Heute bleibt wenig Zeit. Um 11 Uhr beginnt im Kindergarten die Suche nach dem Nikolaus im Wald. Nachdem meine Mittwochs-Kolumne Leben mit Kindern fertig ist, folge ich meinem eigenen Rat, nachzulesen in meinem aktuellen Artikel: Statt die letzte Stunde eine kleine Arbeits-Flickschusterei zu betreiben, telefoniere ich mit einer meiner Lieblingsfreundinnen.

Der Nikolaus im Wald

Im Kindergarten gehen wir durch den Wald, suchen Früchte und Nüsse, bis plötzlich der Nikolaus auf einer Lichtung steht. Er begrüßt die Kinder, erzählt etwas über jedes einzelne Kind. Die Kinder sitzen da mit offenen Mündern. Der Nikolaus mit der unverkennbar bayerischen Zunge verspricht ihnen, dass es weder einen Krampus gibt, noch “böse” Kinder.

Wie wunderbar, dass Merlin mit Menschen aufwächst, die an die gleichen Werte glauben, wie ich. Und die Unterschiede zwischen uns sind die Schattierungen, die das Leben aufregend machen.

Den Samstag nutzen wir, zum Chillen, unser Häuschen zu entrümpeln und aufzuräumen. Seit Wochen haben wir wegen Daueraction alle Haushaltszügel losgelassen. Erstaunlich schnell verwandeln wir das rumpelige Bauernhaus in eine romantische, annähernd saubere Landoase.

Schluss mit Ruhe

Nachmittags fällt unser Besuch ein: Schwedenoma Tina und Opa Franz mit Andrea im Schlepptau. Damit haben sich Ruhe und Beschaulichkeit erledigt. Wir machen uns ans Burgunderpusch-Experiment. Alle Rezepte, die ich gefunden habe, machten keine Lust auf Hexenkessel im Garten. Also muss ein eigenes Rezept her. Und weil das Zeug richtig, richtig Hammer geworden ist, und ich auf Winterbrauerei draußen stehe, schreibe ich euch das Rezept demnächst auf. Damit die Kids nicht leer ausgehen, liefere ich das Kinderpunschrezept gleich mit.

Punsch in der Teekanne …

Nach einem saugeilen Nachmittag im Garten fallen wir punschig aufs Sofa – die Menge des Rums passe ich dann lieber noch mal an. 😉

Raus mit euch!

Sonntag geht die Meute nach ewigem Waffel-Frühstück spazieren und ich laufen.

Bei uns können sich Gäste zurückziehen, wenn ihnen danach ist. Das gilt auch für mich. Ich bin nur eine gute Gastgeberin, wenn ich für mich sorge. Hat lange gedauert, bis ich mir das zugestanden habe.

Merlin fährt Sonntagnachmittag mit den Dreien nach München. Da die Eingewöhnung in den Naturkindergarten beendet ist, kann er montags wieder Zeit bei seinen Wahlgroßeltern verbringen. RiskyDad und ich drehen noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt und finden es ganz wunderbar-komisch, den Abend ohne unser Kind zu verbringen.

Thanx, life!❤️

Mein persönlicher Chaosfaktor (von fünf ⭐️): ⭐️

Chaos hat sich nicht blicken lassen, wenn ich davon absehe, dass Freitag der Arbeitstag quasi wegfiel – ich hatte den Nikolaustermin überhaupt nicht auf dem Schirm. Merlin ist mittlerweile angekommen im Naturkindergarten – ich brauche wohl noch eine Weile, bis mir alles vertraut ist. Die erste Woche mit der neuen Struktur lief super. Ich hatte jeden Tag das Gefühl, mich einer Sache komplett gewidmet zu haben.

Wochenmotto?

Kreativität ist eine Kombination von Disziplin und kindlichem Geist. (Robert Greene)

Wofür ich dankbar bin?

Dafür, dass ich mit den Menschen in meinem Leben die selben Werte teile

Was mich traurig gemacht hat?

Ich habe einen Artikel über bayerische Schlachthöfe gelesen. Das hat mich sehr, sehr traurig gemacht. Warum gibt es so viele Menschen, die von Tierschutz sprechen und dennoch Discounter-Fleisch kaufen?

Don’t, please.

Lieblingsmoment?

Runner’s High

So richtig peinlich?

Ich habe seit Monaten darauf beharrt, dass Fieber bei 37 Grad Celsius beginnt. Jetzt erzählt mir meine Ärztin-Freundin, dass man alles unter 38,5 als subfebril bezeichnet. Ups. Sorry, RiskyDad …

Worauf ich mich freue?

Auf Weihnachten in Berlin …

Kinderzitat der Woche

Mama, ich muss mit dir reden. Ich muss kacken!

Tipp der Woche

Kindermärchen und Geschichten – habt ihr schon mal versucht, euren Kinder “aus der Kalten” ein Märchen zu erzählen mit einem Protagonisten, den es selber wählt? Als ich klein war, überlegte ich mir die schrägsten Konstellationen. Irgendwann musste mein Vater doch kapitulieren! Aber er schaffte es auch, einem Wattestäbchen und einem Zuckerstückchen Leben einzuhauchen. Trau’ dich. Ob die Geschichte logisch ist, ob sie “aufgeht”, ist nicht wichtig. Vielleicht könnt ihr sie gemeinsam weiterspinnen, wenn ihr den Faden verliert. Wenn ihr wissen wollt, was Geschichten mit euch machen können, lest in meine Mittwochs-Kolumne.

News & Ausblick

Auch, wenn der Jahresendspurt täglich gefühlt an Tempo zulegt – bis zum 31. Dezember erwarten euch noch einige Buch-Rezensionen, persönliche Artikel und Rezepte. Wann genau? Kann ich euch aufgrund der Blogwohnzimmer-Baustelle nicht sagen.

Next RiskyPost?

Nach der neuen “Leben mit Kindern”-Kolumne Kindermärchen von Liebe, Leben & Tod und meinem Artikel Blogger Event – nie mehr Angst um meine Bohne kommt nächste Woche (endlich!) die Bestseller-Buch-Rezension, das Punschrezept und ein Wildtier-Special. Ihr erfahrt, was ihr tun könnt, wenn ihr ein krankes oder untergewichtiges Wildtier findet. Außerdem gibt es eine Rezension über ein Weihnachtslieder-Buch für Kinder – wenn ich’s schaffe.

Wie war eure Risky Week 49 – schmiedet ihr schon Pläne für 2018 oder lebt ihr spontan und haltet nichts von Plänen und Vorsätzen? Wofür seid ihr dankbar?

Schreibt mir, was ihr euch für 2018 vorgenommen habt und was euch umtreibt. Vielleicht gibt’s Parallelen? Eine schöne Winterwoche wünscht euch 

Eure RiskyMum Tanja

Tanja Conrad

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