Risky Week 48 – von Weißwurst, Wein & neuen Ideen

Risky Week 48

Risky Week 48 – die Woche war turbulent, aber nicht chaotisch. Am Sonntag sitze ich mit vollem Kopf und Herzen da und bin einfach nur dankbar. Wofür? 

Und, wie war die Risky Week 48?

Montag nutzen wir, um wieder anzukommen. Ich brauche immer einen Tag als zeitlich-räumliche Rampe, um die Eindrücke einer Reise in mein Leben zu integrieren.

Jede Reise bereichert und verändert mein Leben, mal mehr, mal weniger. Dieses Neue möchte ich bewusst erleben, dafür nehme ich mir Zeit.

Nach dem Naturkindergarten bringe ich Merlin zu den Wahlgroßeltern nach München. Ich igele mich in RiskyDads Büro ein und sortiere, plane, arbeite. Abends treffen wir uns alle bei den Großeltern zum Pizza essen.

So eine Portion Normalität tut mir gut.

Am Dienstag besuchen wir nach dem Kindergarten Merlins neuen Freud. Indoor zu spielen ist gerade nach einem Tag im Naturkindergarten das Größte für die Kids.

Herbst ist Fortbildungszeit

Der November ist mein Fortbildungsmonat. Früh morgens robben wir uns am Donnerstag mühevoll, Zentimeter für Zentimeter, über die Autobahn nach München. Ich freue mich auf einen Workshop für freie Journalisten, Merlin auf seine Schwedenoma und Andreas auf ein Meeting. Während ich von einer Erkenntnis in die nächste falle, landet eine meiner fünf Herzfreundinnen in München.

Wir treffen uns am Bahnhof und holen Merlin ab. Ok, Merlin ist ein offener kleiner Junge – aber das hier ist Liebe!

Alle Menschen, die mir wichtig sind, mag auch Merlin. Zufall? Nope. Glaube ich nicht.

Wochenende?

Nach langem Abend und kurzer, weinseliger Nacht nehmen wir uns am Freitag Zeit, unser erstes, gemeinsames journalistisches Projekt zu skizzieren. Mit keiner anderen Freundin verbindet mich die Musik und das Schreiben gleichermaßen – wir haben gemeinsam Gesang studiert und viele Jahre später, fast zeitgleich, ein Journalismus-Studium nachgelegt.

Gemeinsame Erlebnisse sind hochwertiges Futter für jede Art von Beziehung.

Am Samstag fahren wir alle nach München zum Weißwurst essen. Für mich ist das als Vegetarierin nicht einfach, meinem Kind Fleisch nicht zu verbieten.

Jeder kann nur aus sich heraus Vegetarier werden.

RiskyDad ist ein Bomben-Cityguide und zeigt meiner Freundin Best-of-Munich in Kurzform. Es ist eiskalt draußen, aber Glühwein am Chinesischen Turm im Englischen Garten wärmt die eisigen Hände, während Merlin das Karussell ausprobiert. Krönender Abschluss ist ein Kaiserschmarrn im Osterwaldgarten, sehr zu empfehlen.

Wir bringen meine Freundin zum Zug und ich bleibe mit einem unglaublich warmen Gefühl von Glück zurück.

Es gibt Menschen in meinem Leben, die mich in Liebe und gnadenloser Ehrlichkeit spiegeln und begleiten. Dafür bin ich von Herzen dankbar.

Danach möchte Merlin noch bei der Schwedenoma vorbei. Da versacken wir ungeplant und hängen dann gegen 22 Uhr auf dem Sofa. Wat gelungener, geiler Tag.

Mein persönlicher Chaosfaktor (von fünf ⭐️): ⭐️

Nö. Chaos war wenig. Dafür habe ich viel über mich gelernt. Zum Beispiel, dass ich kein Talent für “Bekannte” habe. Entweder, ein Mensch interessiert mich, egal, wie schräg er sein mag – oder eben nicht. “So halb” ist einfach nichts für mich. Es gibt Menschen, denen das zu viel ist, das sehe ich ein. Aber die sind eben auch nicht meine Freunde, sondern Leute, mit denen ich gut umgehen möchte, die Respekt verdient haben und mit denen mich vielleicht ein Moment verbinden kann oder eine Erfahrung. Das war’s. Ich werde da noch mal in mich gehen, die Erkenntnis überprüfen.

Nichts ist absolut. Es gilt für diesen Moment und darf immer wieder hinterfragt werden. Ja, das ist anstrengend. Fühlt sich dafür aber wahrhaftig an.

Wochenmotto?

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen. (Seneca)

Wofür ich dankbar bin?

Für mein Zuhause, in dem ich ungestört musizieren, allein sein, Feste feiern, Gäste haben, schreiben, kreativ sein und Familienzeit am Ofen haben darf

Was mich traurig gemacht hat?

Oh, die alten Geister …

Lieblingsmoment?

Als ich bewusst bemerkte, dass die pure Anwesenheit meiner Freundin meinen Geist schärft. Wahnsinn.

So richtig peinlich?

Ich belästige meine Mitmenschen andauernd mit der Frage, ob sie mein Handy gesehen haben.

Worauf ich mich freue?

Auf zwei Wochenenden fast ohne Termine (ob das wohl so bleibt?)

Kinderzitat der Woche

Zur Oma: Wenn der Papa weg ist, können wir in Ruhe fernsehen.

Risky Week 48
Am Sonntag gab’s Überraschungsbesuch von Oma und Opa …

Tipp der Woche

Für München-Besucher empfehle ich den Osterwaldgarten. Was? Gehobener Biergarten Wo? Am Rand des Englischen Gartens (größer als der Tiergarten in Berlin, empfehle ich gleich mit)

News & Ausblick

Lernen und Fortbildungen sind gefährlich! Danach will man nur noch mehr wissen, den Dingen auf den nicht vorhandenen Grund gehen und belästigt dazu noch die Umwelt mit Erkenntnissen und neuen Fragen. Da ich aber gern gefährlich lebe, habe ich mich direkt für einen weiteren Workshop Anfang 2018 angemeldet. Bis dahin ziehe ich Bilanz, überdenke meine Ausrichtung und kümmere mich allgemein darum, den für mich richtigen Arbeitsmix zu finden. So glücklich ich auch bin, gleich mit drei Berufen im Arbeitsring zu stehen, so kostet das manchmal auch enorme Kraft, die nicht unendlich zur Verfügung steht. Es bleibt also spannend. Wo es für mich und den Blog 2018 genau hingeht, das finde ich nun für mich heraus.

Next RiskyPost?

Oje. Ich habe einiges aufzuholen. Für letzte Woche waren drei Artikel geplant, null sind erschienen. Tja. Irgendwann verschwören sich Kraft und Lust gegen Vorhaben. Mein Besuch und die letzte Fortbildung des Jahres haben alle Reserven verbraucht. Jetzt sind die Akkus wieder im grünen Bereich – ab auf’s Schreibross. Was so kommt, wenn nichts dazwischen kommt? Die Rezension zu Axel Hackes Bestseller und meine Gedanken zu den ersten Blogger-Events meines Lebens. Außerdem ist wieder Leben mit Kindern Zeit. Dieses Mal habe ich eine kurze Gute-Nacht-Geschichte für euch und ein Gespräch mit Merlin über Leben, Liebe und Tod. Was das alles miteinander zu tun hat, lest ihr, nachdem der Nikolaus die Stiefel gefüllt hat.

Das Jahr beginnt sich zu verabschieden, zumindest nehme ich es so wahr. Wie geht es euch zum Jahresende – überwiegt die Vorfreude auf 2018 oder mischt sich Wehmut in die Winterstimmung? Lasst hören, wie sich eure Risky Week 48 anfühlte.

Ich wünsche euch jedenfalls eine super Advents-Woche mit den schönsten Kerzen in Town, knisterndem Kaminfeuer und dampfenden Tee, den euch jemand mit einem Kuss im Gepäck vorbringt. 

Eure RiskyMum Tanja

Tanja Conrad

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