Risky Week 44 – höher, weiter … buff.

Risky Week 44 – Merlin bei der Gartenarbeit

Risky Week 44, unsere Chaosbilanz – Feiertage sind ja eigentlich zum Feiern da. Ich feiere krank, ohne krank sein zu können, paddele planlos im Meer selbst gestellter Aufgaben und erreichte 43 von 42 Punkten. Ob ich Fieber hab‘? Nö. Jetzt nicht mehr.

Und, wie war die Woche?

Ja, doch. So kann’s auch laufen. Für Montag habe ich alle Uhren auf Ausflug gestellt. Merlin ist im Naturkindergarten und bei der Schweden-Oma entschuldigt und wir freuen uns auf einen Tag im Zoo mit einem anderen Mama-Sohn-Duo. Wird nix, das sagt am Sonntagabend ab. Als Anpassungskünstler entwickeln wir Plan B – ich arbeite und Merlin & Papa spielen den ganzen Tag.

Der Hang zum Chaos hat zwei gute Seiten: Flexibilität und Spontaneität.

Am Dienstag schwingen wir uns nach der Gartenarbeit aufs Rad zum Kindergeburtstag. Ups. Den habe ich dann wohl drei Wochen zu früh eingetragen. Wir finden’s nicht schlimm, schließlich ist draußen sein fast jeden Irrtum wert. Aber ich merke: Wenn ich nicht langsam ein paar Projekte aussortiere, wird’s eng mit dem Seelenfrieden. Die EML-Matrix 3.0 hilft mir tatsächlich, meinen CreativeTinnitus zu strukturieren. Bis das nachhaltig wirkt, werde ich wohl noch etwas atemlos durch Tage und Nächte hüpfen.

Etwas verwirrt

Am Mittwoch bringen wir Merlin dann erfolglos in den Kindergarten – ja, liebe RiskyMum, es ist Feiertag! Dingdooong! Wieder nehmen wir’s sportlich und machen es uns zuhause gemütlich – aufräumen, im Bett spätfrüstücken, alles, was dazugehört.

Eingewöhnung – es geht voran

Am Donnerstag erlebe ich einen Erfolg – der Kindergarten hat geöffnet und Merlin genehmigt mir, zwei Stunden im Bus zu bleiben (danke, heißbeliebte Standheizung!). Dann hole ich ihn ab, adieu, Arbeitstag. Allerdings: Ich konnte Merlin ohne Überreden oder Überzeugen dazu bewegen, zu den anderen Kindern zu gehen. Darüber gibt’s einen gesonderten Artikel – Eingewöhnung im Naturkindergarten ist nämlich eine ganz andere Sache als die normale Eingewöhnung in die Kita.

Train the muscle!

Wir verbringen den Tag mit Spielen, Lesen, Einkaufen, Laufrad fahren und viel, viel Lachen. Ich habe das Gefühl, dass mir diese Eingewöhnung eine Chance gibt, meinen Muttermuskel zu trainieren, der ja nicht der stärkste ist. Abends wünscht sich Merlin, dass ich mit ihm vor dem Einschlafen kuschele.

Ich bin davon überzeugt, dass uns Kinder täglich neue Chancen geben – solange wir sie nicht in ihrer Würde verletzt haben.

Am Freitag läuft’s ähnlich. RiskyDad kocht abends, während er in einer Telefonkonferenz festhängt. Merlin inspiziert solange die Schränke und ich mache Fotos für das Rezept, das euch demnächst erwartet. Manchmal beschleicht mich schon das Gefühl, Conrads Theater hat was vom Irrenhaus. Ach ja, Theater. Ich muss jetzt täglich Kasperltheater spielen, Merlin ist das dankbarste Publikum, das ich je erlebt habe. Ich frage mich bloss, warum die Oma nur männliche Figuren gekauft hat – das ist sogar Merlin aufgefallen!

Ich bin richtig hier

Trotz der Überforderung, des Kreativ-Alltags (was ist eigentlich dieser Alltag?) – etwas in mir sagt zutiefst ja zu diesem Leben. Als ich am Dienstag eine Hausarbeit zurück bekam, in der ich „43 von 42 Punkten“ erhielt (nett, oder?) und sich der Dozent für die inspirierende, hervorragende Arbeit bedankte, wusste ich:

Unter dem Chaos liegt ein Plot, dem ich täglich ein wenig mehr folge. Mehr braucht es für mich nicht zum glücklich sein.

Wochenende?

Am Freitagabend essen wir zusammen und fallen gegen elf nach zwei Gläsern Rotwein gemeinsam ins Bett. Seit ein paar Monaten trinke ich in der Woche keinen Schluck Alkohol. Ich brauche meine Kraft, um das Unmögliche zu schaffen – und um morgens um sechs Uhr fit zu sein. Ohne diese Stunde morgens, in der ich meditiere, den Tag plane und erste Arbeitsschritte beginne, wird das alles nix. Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, hat sich die Blogstruktur verändert. Damit sie demnächst rund läuft, muss ich halt ran. Und das geht derzeit nur morgens und abends. Obwohl – am Freitag ging Merlin das erste Mal allein mit hinauf zum Kindergarten. Vielleicht kann ich Montag schon für ein paar Stunden nachhause fahren und arbeiten. Ich freue mich drauf – so wie auf dem Moment, wenn ich mein Naturkind wieder abhole.

Wochenende mit Alltagsqualität

Am Samstag ging’s nach Freising an die Isar  – Hunde und Menschen brauchen ihren Auslauf. Außerdem wollen wir eine Rampe für Wilma bauen, sodass sie rückenschonend ins Bett laufen kann. Auch, wenn sie vergessen hat, alt zu werden und mit fast zehn Jahren noch immer die Chefin im Hundering ist – ihren Rücken müssen wir nach dem Bandscheibenvorfall vor fünf Jahren schonen.

Und damit Oma Merlin auch mal wieder sieht, düsen die Männer Sonntagnachmittag nach München. Ich kann arbeiten und meinen Schnupfen kurieren, der sich nahtlos an den letzten angeschlossen hat. Nase voll, halt.

Mein persönlicher Chaosfaktor (von fünf ⭐️): ⭐️⭐️⭐️⭐️

Wochenmotto?

OOOOOMM

Wofür ich dankbar bin?

Ich bin dankbar dafür, dass ich merke, was mit mir und um mich herum wirklich geschieht.

Was mich traurig gemacht hat?

Nachdenklich, nicht traurig

Lieblingsmoment?

Als Merlin laut lachend vor dem Kasperltheater meinem Unfug zugehört hat

So richtig peinlich?

Mir wird immer weniger peinlich. Ob das gut ist?

Worauf ich mich freue?

Auf einen Werkstattgespräch im Kinderkunsthaus München

Kinderzitat der Woche

Ikke hab’s vajessen.

Unser Tipp der Woche

Ich habe den für uns ultimativen Wollwalk-Pulli gefunden. Du kannst ihn beim Umweltversand Waschbär bestellen – sehr cooles Teil!

News & Ausblick

Ich hab‘ ja schon alles ausgeplaudert. Blog-Mamazine bekommt eine neue Struktur, damit ihr noch schneller findet, was ihr braucht. Ich werde mehr Rezepte raushauen und mich um vegetarisch-saisonale Küche für die ganze Familie kümmern. Obwohl mir meine Kochpassion seid der Schwangerschaft nachhaltig abhanden gekommen ist, sollt ihr nicht darunter leiden. Wenn ich mal keine Lust habe, kocht RiskyDad und ich fotografiere. Deal?

Der neue RiskyPost …

… wird unser Reisebericht vom Hubenhof. Drückt mir die Daumen, ich muss noch ran. Außerdem steht eine Rezession an und ein weiterer Artikel, den ich meinem Tierschützer-Herzen schulde.

… und wenn ihr Lust habt, schickt mir eure Artikelwünsche  und -Ideen. Ich habe kein Problem, spontan 100 Ideen auszuspucken, aber es ist auch euer Blogwohnzimmer – und das braucht eure Inspiration.

Habt’s gut, zelebriert das Chaos, genießt die Ruhe, ihr Lieben & bis bald!

Eure RiskyMum Tanja

Tanja Conrad

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