Risky Week 29 – Geburtstag, Endspurt & Besuch

Risky Week 29 – Merlin im Naturtheater Greifensteine

Risky Week 29 – seit zwei Wochen arbeite ich im Erzgebirge. Am Mittwoch kommen mich RiskyDad & Merlin besuchen und am Wochenende gibt es noch mehr Besuch. Wieso, weshalb, warum? 

Und, wie war die Risky Week 29?

Ich sage nur: Proben. Morgens, abends, mal auf der Probebühne, mal auf der Naturbühne Greifensteine. Jeden Morgen, gegen sieben Uhr, gönne ich mir viel Kaffee im Bett, ziehe die Noten zu Rate und werfe mich auf die Gymnastikmatte. Wenn ich gut durch die Probenzeit kommen will, brauche ich, neben Nerven, Kondition. Es ist eine Weile her, dass ich eine Hauptrolle gesungen habe. Normalerweise dauert eine Probephase sechs Wochen – ich habe gerade einmal drei.

Spießrutenlauf

Am Mittwochabend kommt RiskyDad mit Merlin ins Erzgebirge. Wir treffen uns auf den Greifensteinen – und feiern gemeinsam meinen Geburtstag. Am Donnerstag bleibe ich dann mit den Hunden und Merlin allein in Annaberg. Die mitleidigen Blicke der Erzgebirgler, die mir wortlos folgen, vergesse ich nie. Jeden Morgen bin ich aus der Haustür gewankt, das Kind auf dem Rücken, links und recht ein Hund. Dazu kamen zwei Rucksäcke, einen für Merlin, einen für mich. Besonders spannend wurde es, wenn ich die Hinterlassenschaften meiner Vierfüße aufklauben musste – eine Frage des Gleichgewichtssinns.

Merlin, Entführer und Entführter

Während der Proben nahm Merlin die Regieassistentin in Beschlag, brachte den Intendanten dazu, mit ihm Händewaschen zu gehen und half den Mädels, die für die Requisiten zuständig sind, beim Aufräumen. Irgendwann stand ich auf der Naturbühne und – mein Kind war weg. Es hatte besseres zu tun.

Ich danke euch allen für eure Geduld und die Liebe, mit der ihr Merlin und damit auch mir begegnet seid!

Theater-Gänsehaut reloaded

Ich wollte Merlin ermöglichen, seine Mama bei der Arbeit zu erleben, teilzuhaben an der Freude und dem Spaß, den wir auf der Bühne haben. Auch, wenn es anstrengend ist und wir alle mit den schwierigen Umständen der Produktion zu kämpfen haben – ich habe lange nicht mehr soviel gelacht wie in den letzten Wochen. Und da war sie wieder, die kaum erklärbare Theater-Gänsehaut, die mich durch die vier Jahre meines Fest-Engagements hier begleitet hat: Gänsehaut vom Witz und der Schlagfertigkeit der Kollegen. Mehr zu meiner Zeit in Annaberg liest du in der Risky Week 27.

Was gab’s am Wochenende?

Besuch! Eigentlich war ein Vortrag über Mediennutzung von Kindern vom Patenonkel und Wandern bei uns in der Hallertau geplant – beides haben wir spontan in ein Treffen in Annaberg umgewandelt. Patenonkel und -tante, meine Cousine, landeten Freitag und gleich ging’s auf meinen geliebten Pöhlberg. Merlin schlief in der Trage auf dem Rücken vom Onkel und wir konnten in Ruhe alle nötigen Updates machen. Hach, das war schön…

Später hatte ich nochmal Probe und dann reüssierte die Rotweinflache – bitte nicht fragen, wie die Samstagmorgen-Probe war!

Outdoorkid

Am Samstagnachmittag ging’s los zur ersten Wanderrunde. Das Erzgebirge beschenkte uns wie immer großzügig mit Regenschauern, Sonnenstunden und dem typischen Zwielicht, das nur Gebirge kann. Später haben wir uns in Tschechien mit Lebensmitteln, flüssig wie fest, eingedeckt, um den Abend in einem entsprechenden Fest gipfeln zu lassen. Mit klugen Menschen Zeit zu verbringen, die ich dazu noch liebe, ist das größte für mich. Unser Thema des Abends? Regretting Motherhood. Darüber schreibe ich hier.

Tipp: Für Familien ist das Wandergebiet rund um die Greifensteine ein Mekka – nicht nur, dass ihr euch dort auf der Naturbühne Märchen, Musicals und Opern anschauen könnt – es gibt Lehrpfade, Märchenwege, einen Badesee, Campingplatz und einen Kletterwald. In der Wanderkarte Greifensteine* findet ihr alles, was ihr für einen gelungenen Familientrip zu den Greifensteinen braucht. Wer unsere Touren direkt ausprobieren will, findet die Beschreibungen gratis bei OutdoorActive: hier und hier. Danke, Maik Rauschke, dass du sie in die Community eingetragen hast!

Heute, am Sonntag, war wieder Wanderzeit – fünf Stunden, zehn Kilometer, wenig Regen, Gruben und Schächte im Wald erkunden. Geisterpfade, zauberhaft.

Mein persönlicher Chaosfaktor (von fünf ⭐️): ⭐️⭐️

Wochenmotto?

Wenn die Arbeit müde macht, aber nicht erschöpft, ist es gute Arbeit.

Wofür ich dankbar bin?

Ich hab’ die Carmen drauf.

Was mich traurig gemacht hat?

Zwei meiner Kolleginnen sind in dieser Woche krank geworden und fallen für alle Vorstellungen aus. Gute Besserung, ihr Süßen, ihr fehlt mir.

Lieblingsmoment?

Es dämmert. Ich stehe auf der Bühne der Greifensteine und spüre: Ja, ich schaffe es. Nach all den Jahren kann ich’s noch immer – Theater machen.

Worauf ich mich freue?

Premiere!

Zitat der Woche?

Die Raubvögel essen Mäuse? Ihhh, Mama! Das ist nicht lecker! (Merlin, 2 Jahre)

Tipp der Woche

Mein neuer Lieblings-Krimi-Autor heisst Jo Nesbø. Sein Buch Der Sohn* habe ich wie eine feine Praline geknuspert, jeden Tag nur ein Kapitel – wenn ich es vor Spannung ausgehalten habe. Du hast Lust auf 500 Seiten Hochspannung? Dann bist du richtig bei Nesbø, an dessen schnoddrige Schreibe ich mich erst gewöhnen musste, bis mich seine Geschichte komplett im Griff hatte. Empfehlung!

Ausblick & News

Letzte Woche konnte ich euch den versprochenen Artikel über Merlins erste Begegnung mit dem Tod nicht liefern – Endproben sind getaktet wie meine Noten. Die kurzen Pausen nutze ich für meine Hunde, lese, treffe Freunde und streife durchs Erzgebirge. Ab der Woche nach der Premiere am 29. Juli könnt ihr wieder auf mich zählen.

Eure RiskyMum Tanja

Wie war deine Risky Week 29? Wie lautet dein Wochenmotto?

 

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Tanja Conrad

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