Risky Week 28 – Tschüss. Wir fahren auf die Insel.

Risky Week 28 – Merlin auf der Fähre nach Spiekeroog

Risky Week 28 – bevor es am Donnerstag wieder auf Reisen ging, hatten wir einiges zu planen. Außerdem begleiten uns die Ereignisse der letzten Woche bis in unsere Träume. Wo es hingeht, wer mitkommt und was unsere Reise mit meiner Arbeit zu tun hat?

Und, wie war die Risky Week 28 ?

Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber deshalb wird es nicht weniger wahr: Ohne unsere Freunde und ihre Unterstützung wäre unser Leben nicht nur halb so spannend, sondern vor allem von viel weniger Liebe erfüllt. Das begann diese Woche schon Montag. Meine Freundin holt Merlin fast jeden Morgen ab und bringt ihn in den Kindergarten. Das bedeutet für mich eine halbe Stunde mehr Arbeitszeit und ich kann mich ohne Umwege auf die Arbeit konzentrieren.

Let’s do it together!

Am Mittwoch fahre ich mit Whiskey nach München, damit sie und ihr Babysitter sich kennenlernen können. Dieses Mal reisen wir nämlich ohne Hunde, da ich arbeiten will und Andreas mit Merlin genug zu tun hat.

Es ist verblüffend. Ich begegne fast immer den richtigen Menschen. Diejenigen, die mich neugierig machen und mit denen ich mich auf unterschiedliche Weise verbinden kann.

Mein Kollege hatte sich eigentlich in Wilma verliebt. Aber auch mit Whiskey kann er für eine Woche testen, ob er und seine Freundin in München einen Hund halten können. So ist uns allen geholfen und mein Netzwerk gestärkt.

Das Netzwerken habe ich in Armenien gelernt. Dort hätten viele Menschen die Kriegsjahre und harten Winter nicht überlebt, wenn sie sich nicht mit allem, was sie sind und haben, zusammengetan hätten.

Am Donnerstag geht es für Merlin und mich nach Braunschweig zur Familie. Dass wir da tatsächlich gelandet sind, hat mich um 21 Uhr 30 mit knapp drei Stunden Verspätung doch gewundert – mit Bollerwagen, Hund, drei Rucksäcken und zwei Taschen unter erschwerten Bedingungen.

 

Wochenende?

Am Freitag haben wir viel Zeit. Wir tigern durch Braunschweig und landen in einer Spinosaurus-Ausstellung, die außer ein paar riesiger Knochen nicht so erhellend war. Merlin fand besonders die animierten Filmchen interessant, ich hingegen stehe total auf alte Rittersäle. So sind wir beide auf unsere Kosten gekommen und krönten den Nachmittag mit einem Stündchen Spielplatz. Ich war ganz froh, als mich meine Cousine rettete – Spielplätze sind ja nicht sooo meine Lieblingsorte. Später gab es Wein im Garten für uns, Boomer Ball* für Wilma und Trampolin für Merlin.

Wir haben es ganz schön sehr fein. 

 

Samstagmorgen traten wir unseren Weg auf die Insel an. Mir dämmerte ziemlich bald, dass es nicht schlau war, eine so knappe Verbindung zu wählen. Wenn wir ein Verkehrsmittel verpassen würden, kämen wir heute garantiert nicht mehr auf die Insel. Die erste Hürde bestand dann in meiner eigenen relativen Blödheit. Nachdem ich in Bremen auf dem Bahnsteig eine coole Mutter mit zwei Kindern kennengelernt hatte, verpassten wir alle fast unseren Zug. Warum? Weil wir schlichtweg nicht eingestiegen sind! Irgendwann sah ich auf die Uhr und mir wurde klar, dass das Ding gleich ohne uns abküssen würde. Den Rest könnt ihr euch denken – Geschrei, Gepolter, Bollerwagen und Gepäck im Durchgang.

Mach’s beste draus

Das ganze endete dann in einer super netten gemeinsamen Zugstunde. Jetzt ging es aber erst richtig los, soll ja nicht langweilig werden. Mir wurde schleppend bewusst, dass unsere Umstiegszeit knapp bemessen war. Ich entschied mich für den Fahrstuhl. Allerdings drängelten sich zwei Rentner blitzschnell vor, die Tür schloss sich, Merlin mittendrin. Ich stemme die Türhuf, verfluche die Senioren und fege die Treppe hinauf zum Zug. Das klappte nur, weil ein junger Mann die Situation beobachtet hatte und sich nach kurzem Blickkontakt den Bollerwagen schnappte.

Der Hürdenlauf geht weiter

An der Bushaltestelle warteten drei Mal so viele Leute, wie der Bus zum Anleger fassen konnte. Jetzt war ich mal etwas fies und schickte mein unfassbares Kind in den Bus, um zwei Plätze zu reservieren. Das drehte sich um und erledigte den Auftrag. Den Bollerwagen und das Gepäck musste ich mit in den Bus nehmen, in dem schließlich das Kind auf mich wartete. Ich bin mir sicher, dass es einige Leute an diesem Tag nicht nach Spiekeroog geschafft haben. Und sicher auch einige, die vor mir anstanden. Mir scheint, dass die Rentner doch nicht so fies waren. Warum sollen sie nicht durch die andere Tür hindurch flutschen, wenn auch sie ihren Zug bekommen wollen?

Für mich bleibt das eine fast philosophische Frage, die wir vermutlich nur von Fall zu Fall neu stellen und beantworten können. Wo liegt die Grenze zwischen Für-sich-Einstehen und der Rücksichtslosigkeit anderen gegenüber?

Any news?

Auf Spiekeroog findet derzeit ein Cello-Festival statt. Das begleite ich journalistisch und verbinde meine Zeit auf der Insel mit Familienferien. Ich erkunde die Insel, spreche mit Verantwortlichen des örtlichen Tourismus und der Kultur. Neben meiner Reisereportage entsteht auch ein Artikel über Familienurlaub auf Spiekeroog. Es wäre fast fahrlässig, euch nicht von der besonderen Atmosphäre auf der Insel zu berichten.

 

Risky Week 28 – Melrin bei der Pferdebahn auf Spiekeroog
Risky Week 28 – Merlin fühlt sich wohl auf Spiekeroog

Größte Herausforderung?

Unterbringung der Hunde, Abstimmung mit RiskyDad

Mein persönlicher Chaosfaktor (von fünf ⭐): ⭐⭐⭐

Ich bekomme in diesem Leben keinen Preis mehr für Struktur & Planung. Aber auf einen für Improvisation und Flexibilität darf ich hoffen. 😉

Wochenmotto?

Bleib’ den Ereignissen wenigstens einen Schritt voraus. Besser wären drei.

Wofür ich dankbar bin?

Ich bin dankbar für meine Arbeit und dafür, dass ich durch sie Menschen, Orte und Lebensarten kennenlernen darf.

Was mich traurig gemacht hat?

Ich brauche Zeit, die Tragweite dessen zu fassen, was ich letzte Woche erfahren habe.

Lieblingsmoment?

Im Garten bei meiner Cousine, bei Rosado, Sonnenschein und kluger, geliebter Gesellschaft

Worauf ich mich freue?

Ich freue mich auf unsere Familien-Wattwanderung

Kinderzitat der Woche

Mama, warum willst du immer nur Bücher haben?

Tipp der Woche

Manchmal bin ich eine paranoide Tante. Anstatt an das Gute im Menschen zu glauben, nahm ich an, meine Trickflasche sei geklaut worden. Zu glauben, dass sie beim Zusammenpacken in extremer Eile und nur mithilfe der Mitreisenden zu schaffen, in der falschen Tasche landete, wäre eine Option gewesen. Jedenfalls klasse Teil, ohne Plastik. Mein Zitronenwasser bleibt darin ewig frisch. Kennt ihr die Klean-Kantin-Buddel*?

News & Ausblick

Ich habe verstanden, dass Reisen eine derart wichtigen Teil meines und unseres Lebens ausmacht, dass ich dem Reisen mit Kindern einen eigenen Menüpunkt im neuen Blockleid widmen möchte. Wie das genau aussehen wird, erfahrt ihr im Herbst nach der Blogpause.

Neuer Lesestoff?

Ich mach’s kurz und schmerzvoll: Mehr als die RiskyWeek schaffe ich derzeit nicht. Zuhause geht es an den Spiekeroog-Bericht und die Reportage. Wie lange es dauert, bis alles im Kasten ist, kann ich euch nicht sagen. Dafür findet ihr bei Facebook regelmäßig Zitate aus #MerlinsWelt und spannende Artikel anderer Kollegen und Kolleginnen. Es lohnt sich dranzubleiben. Und wer lieber diskutiert, kann das in unserer Community tun. Da geht es mittlerweile auch mal zur Sache. Seid ihr schon dabei?

Wir Genien unsere kleine Inselzeit noch bis Samstag. Habt ihr schon Sommerferien gemacht oder freut ihr euch noch über ein paar freie Wochen am Strand, in den Bergen oder zuhause?  

Ich wünsche euch eine gute Zeit. Ganz egal, wo ihr sie gerade verbringt.

Eure RiskyMum Tanja

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Tanja Conrad

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