Risky Week 27 – Carmen. Ich werd‘ verrückt.

Risky_Week_27

Risky Week 26, unsere Chaosbilanz – ich nenne es nicht Chaos. Lieber sage ich dazu: ersehnter Wahnsinn. Freude. Aufbruch. Nichts davon habe ich erwartet. 

Und, wie war die Risky Week 27?

Der Montag begann harmlos. Ich sitze stundenlang und ideenlos vor meinem Bildschirm, kann mich nicht entscheiden, ob der Tierheim-Artikel eher für den Bog oder die Zeitung geeignet ist. Gegen Mittag durchbricht ein Anruf meine selbstgebaute Pein – eine bekannte Stimme fackelt nicht lange, kommt direkt zum Punkt: Der Intendant des Winterstein-Theaters fragt an, ob ich, möglichst heute noch, nach Annaberg-Buchholz kommen könnte, um dort Carmen zu singen. In vier Wochen ist Premiere. 

What a very Risky Week!

Am Dienstag sitze ich mit meiner heißgeliebten Freundin, den Hunden und unseren Söhnen an der Isar. Mit verklebten Händen und einem Auge und Ohr auf den bellenden Tieren verhandele ich telefonisch die Vertragsbedingungen – und war engagiert, als ich aufgelegt hatte. Irreal. RiskyDad hat schon einen Betreuungsplan erstellt, Freunde und Familie erklären sich bereit einzuspringen, wenn wir mal Hilfe brauchen.

Freude oder Angst?

Viel Zeit zur Vorbereitung bleibt nicht. Ich rufe meine Coachin und meine Gesanglehrerin an, mit beiden verabrede ich mich per Skype. Irre, was geht, wenn Menschen sich auf einer bestimmten Ebene gut kennen. Beides half mir. Vor allem herauszufinden, dass meine Freude, wieder große Oper zu singen, größer ist als die Angst davor.

Comin‘ back home

Am Donnerstag packe ich mein Zeug für vier Wochen, erledige, was noch zu schaffen ist – es fällt mir nicht leicht, Familientreffen, Vorträge und andere Zusagen absagen zu müssen. Aber den Preis zahle ich gern. Am Nachmittag reise ich ab. Der Abschied von Merlin fällt mir schwer – besonders, weil er mich einfach ziehen lässt.

Die Fahrt dauert ewig, begleitet von ohrenbetäubendem Punk und Rock. Ich sage nur: Alles braucht ein Gegengewicht! 😉

In Annaberg treffe ich nach und nach meine Freunde und Kollegen und ich kann mich nicht wehren – das ist wie nachhause kommen. Auch ein Stück nachhause zu mir selbst. Schon bei der ersten Probe merke ich – Theater machen ist wie Fahrrad fahren. Das verlernt sich nicht.

Ich hatte vergessen, wie existenziell Musik und Musizieren für mein Leben ist.

Wochenende?

Am Samstagmorgen habe ich musikalische Proben. Auch, wenn ich Carmen schon gesungen habe – die Textfassung ist neu und die Musik schlummert in den Tiefen meines Unterbewusstseins. Dornröschen muss geweckt werden, sozusagen.

Die Hunde habe ich mitgenommen. Für sie haben wir so schnell keine Unterkunft gefunden. Wilma hat genau die Hälfte ihres Lebens hier verbracht – und es macht riesigen Spaß mit ihr und Whiskey allein durch die Wälder zu streifen – wie damals. Da kam mir ein Gedanke. Ein Gedanke an die kinderlose Frau, die nach wie vor in mir lebt. Mehr dazu könnt ihr kommenden Mittwoch im Blog lesen.




Am Sonntag fahre ich auf die Greifensteine – die Freilichtbühne, auf der ich auch Carmen sein werde. Dort springt meine Freundin als Sissy ein und auch fast alle anderen Annaberger Herzens-Menschen sind dabei. Ich kann so schnell gar nicht beschreiben, was das alles mit mir macht und was es für mein Leben bedeutet. Ich weiß nur, DASS es etwas bedeutet.

Mein persönlicher Chaosfaktor (von fünf ⭐️): keiner

Wochenmotto?

Das Leben weiß es manchmal einfach besser.

Wofür ich dankbar bin?

Danke, Leben. Danke an alle, die mir meine Theater-Zeit möglich machen.

Was mich traurig gemacht hat?

Dass ich Merlin zurück lassen musste – aber in zwei Wochen bleibt er hier bei mir und darf in die Zauberwelt eintauchen. Das ist ein Geschenk.

Lieblingsmoment?

Erstes mal Üben nach meiner Zusage für Carmen

Sehen wir uns?

Naturschutzgebiet und Freilichtbühne Greifensteine ist idyllisch und eignet sich als Ausflugsort für OutdoorFamilies mit und ohne Lust auf Kultur. In der Nähe gibt es sogar einen Campingplatz, Wanderwege und einen Kletterpark. Und ihr findet mich dort im August vier Mal auf der Bühne: jeden Samstagabend um 21 Uhr. Für die Kleinen gibt’s den Räuber Hotzenplotz. Tickets bekommt ihr hier. Treffen wir uns nach der Vorstellung in der Kantine?

Eure RiskyMum Tanja

Und jetzt du. Was war los bei dir? Was war der beste Moment deiner Risky Week 27?

 

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Tanja Conrad

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