Risky Week 26 – Strategie für die Träumerin

Risky Week 25 – Merlin in Gedsnken

Risky Week 25, unsere Chaosbilanz – endlich eine Woche fast nur zuhause, das hat Seltenheitswert. Die Reportage ist fertig, das Gemüse gedeiht. Sonst noch Fragen? Und ob.

Und, wie war die Risky Week 26?

Montag kommt Merlin mit nach München. Ein Mal die Woche will ich raus in die kleine Großstadt – damit ich nicht vergesse, wie sehr mich Stadtlärm und -Smok nerven. Und um eine Prise Kultur und Isarflair zu tanken. Sehr froh bin ich, als ich wieder durch die Hopfenfelder cruise und abends alle Aufgaben auf morgen verschiebe. Dienstag ist so exquisit unspektakulär, dass wieder dieses Gefühl von Exotik aufkommt – auch nach fast zwei Jahren hier in der Hallertau finde ich das Landleben, das durch Kita und Wochenenden einen Rhythmus erhält, erstaunlich. In mir brodelt noch das Theaterpferd, für das Wochenende immer dann ist, wenn keine Vorstellung, kein Konzert am Abend wartet. Und das kann ein Montag oder Donnerstag sein – oder ganz ausfallen.

Strategien für die Träumerin

Am Mittwoch habe ich mich daran erinnert, wie gut mir Listen tun, die eine eindeutige Reihenfolge haben. Selbstständig zu arbeiten ist für Träumerinnen wie mich nicht das leichteste – verzetteln gehört zu meinen Kernkompetenzen. Wenn ich mich eselsartig an Listen halte, und, erstaunlich, sowas kann ich, leiste ich viel, bin am Abend zufrieden und nicht erschöpft. Vermutlich, weil ich mich weniger selbst unterbrochen und damit Energie gespart habe. Der Newsletter von Leo Babautas Blog Zen Habits flog mir ins Postfach. Die Botschaft in aller Kürze: Räum’ deinen Scheiß immer sofort weg und nimm’ Sachen auf dem Weg von A nach B mit, die nach B gehören. Er formulierte das charmanter – und erinnerte mich daran, dass Prokrastinieren unglücklich macht. Wer einigermaßen Englisch versteht, wird Leo lieben. Heute habe ich einen Streit beigelegt. Erwachsen und mit dem Ergebnis, dass durch die Auseinandersetzung Nähe entstanden ist. Gott-Göttin, schick’ mir mehr von dem Stoff, der Weisheit heißt.

Was gab’s am Wochenende?

Kinder aus 21 Nationen besuchen unsere Kita. Wir Eltern haben am Freitag etwas zu essen aus unseren jeweiligen Herkunftsländern mitgebracht. Wir feiern das “Fest der Nationen”. Da ich meine Sozialisierung in Armenien genossen habe, haben wir Tabulé dabei – eine armenische, osteuropäische Cous-Cous-Spezialität. Wir picknicken, musizieren und tun nichts, hinter dem ein bestimmter Zweck gestanden hätte. Außer Sein. Das war mein ZEN-Moment.

Meetup Schneeweißchen & Rosenrot

Am Sonntag fallen unsere Freunde ein – weiter geht’s mit Auf die Ohren!. Es ist ein riesiges Glück, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Ich bin glühende Verfechterin von Co-Working und freue mich auf das Geschrei dreier Jungs, die uns gleich die Bude auf den Kopf stellen, während wir zwischendrin versuchen, die nächsten Schritte zu planen, Schadensbegrenzung betreiben und die Mengen an Essen zu vertilgen, die wir vorbereitet haben. Freundschaft ist für mich eine der wichtigsten Quellen von Glück. Mehr dazu liest du in meinem Artikel Ode an die Freundin.

Mein persönlicher Chaosfaktor (von fünf ⭐️): ⭐️

Wochenmotto?

Wir können mehr von unseren Kindern lernen, als sie von uns.

Wofür ich dankbar bin?

Dass ich immer erwachsener mit Streits und Auseinandersetzungen umgehen kann

Was mich traurig gemacht hat?

Es gibt einen großen Konflikt in der unserer Familie (ich meine nicht die Kernfamilie). Der braucht Klärung und Reinigung.

Lieblingsmoment?

Mittwochabend. Ich sehe, dass nur ein Drittel der Liste abgearbeitet ist – und falle zufrieden auf die Yogamatte, gönne mir mein tägliches Viertelstündchen Asanas.

Worauf ich mich freue?

Ich freue mich auf die Klanghölzer und Rhythmusinstrumente, die demnächst durch unser Haus fliegen, ausprobiert, behalten und verworfen werden. Ich freue mich auf die Musik, den Lärm, das Reiben, Kratzen, Flirren, Summen und Schlagen, mit dem sie unseren Alltag vertonen. Woher sie kommen werden? Das kannst du in Auf die Ohren! nachlesen.

Zitat der Woche?

Merlin erzählt mir etwas. Ich fahre dazwischen: Krieg’ ich einen Kuss?

Nein, ich rede! (Merlin, 2 Jahre)

Unser Tipp der Woche?

Wir haben bemerkt, dass Merlin seine “Wattehosen” (Windelhosen) nicht mehr braucht. Es ist heiß in Bayern, die Kinder spielen nackt im Garten. Also machen wir keine Nägel mit Köpfen, sondern Babypo ohne Windel und schaffen die Umweltsünden ab. Weil wir gelernt haben, dass es nach dieser Entscheidung keine Ausnahmen mehr gibt, fährt Merlin auch windelfrei im Auto, geht mit uns einkaufen und bekommt flottikarotti eine neue Hose, wenn’s mal schief geht. Die ganze Windel-Story könnt ihr in meinem Artikel  Windelfrei ohne Erziehung nachlesen. Zum Tipp: Wenn es bei euch so weit ist (näheres dazu erfährt du auch im Artikel), brauchst du bloß noch eine kleine Tasche mit Reise-Toilettensitz*, (Hammerteil!) Feuchttüchern, Taschentüchern und Wechselwäsche. Fertig. Das passt alles auch in eine Handtasche und macht Restaurant-Besuch oder Shopping-Tour mit Kind zum Spaziergang. Wenn keine Toilette da ist, tut’s auch der Grünstreifen am Straßenrand. Die Hundebesitzer unter euch kennen sich aus. 😉

Ausblick & News

Nächste Woche seid ihr gefragt! In der Rubrik  Leben mit Kindern gibt es ab Juli jeden ersten Mittwoch im Monat eine Kolumne. Ich erzähle von Begebenheiten mit meinem Sohn, die mir regelmäßig den Spiegel vors Gesicht und meine eigene Welt um die Ohren haut. Mein Sohn, der Zauberer Merlin, ist mein bester Lehrer, ohne, dass er dafür etwas bestimmtes tun oder leisten müsste. Er ist einfach da – und macht aus mir einen anderen Menschen. Er holt Leichen aus dem Seelenkeller, die ich nicht so gern um mich habe (stinken) und nimmt alles auseinander, was für mich irgendwann einmal galt. Außer einem – meinen Glauben an die Liebe. Den befeuert er täglich.

Was das mit euch zu tun hat?

Ich würde mich freuen, wenn auch du ein Kapitel aus deinem #LebenmitKindern aufschreibst. Verlinke Leben mit Kindern in deiner Kolumne und hinterlasse mir einen Kommentar unter meinem Artikel mit dem Link zu deinem Text. Ich freue mich riesig auf viele spannende “Lektionen”, die uns Eltern wachsen, schmunzeln, lachen – und manchmal auch ganz schön rot werden lassen.

Die Links zu den Beiträgen erscheinen dann unter der Rubrik Leben mit Kindern auf NoRisk. NoMum.

Let’s link-party!

Für Social Media kannst du den Hashtag #LebenmitKindern oder #lebenmitkindern benutzen und mich gern verlinken (Twitter, Facebook, Instagram, Pinterest). Ich verlinke selbstverständlich und supergern zurück.

Eure RiskyMum Tanja

War das Chaos deiner Risky Week 26 auch eher ein inneres oder hat’s an allen Ecken geknallt? Oder gehörst du zu den Glücklichen, die ihr Chaos ausblenden können oder es gar nicht erst entstehen lassen? Erzähl’ mal!

 

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Her mit den neuesten Artikeln!

Tanja Conrad

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