Risky Week 18 – Power of (little) People

Risky Week 18 – Power of People

Risky Week 18 – der Plan war, dieses Jahr weniger zu reisen. Die Wahrheit ist, wir sind dauernd unterwegs. Warum das aber gut so ist und was ich für mich Entscheidendes aus dieser Woche mitgenommen habe?

Und, wie war die Risky Week 18 ?

Die Story dieser Woche ist schnell erzählt. Am Montag sitzen wir noch vor dem Frühstück im Zug nach Berlin. Warum sich die Fahrt gelohnt hat? Weil wir super Mitreisende hatten und die Fahrt nur wenig länger als vier Stunden dauerte.

It’s time for re:puuublicaaaaa!

Diesen begeisterten Aufschrei nehme ich dann gleich wieder zurück. Es war nämlich so: Im 1. Jahr dachte ich, dass ich nichts verstehe, weil ich so als Media-Newbie eben nix verstehe von Blockchain (wat war dat nochmal?!) und anderem nerdy stuff. Letztes Jahr beschlich mich das Gefühl, dass sich meine medialen Fortschritte immer noch nicht auszahlen würden. Hm, dachte ich, wohl doch noch zu blöd. Dieses Jahr dann, bewaffnet mit Corporate-Design auf dem T-Shirt, war die Sache schlagartig klar:

Der ganze Zirkus ist eine ziemlich aufgeblasene Luftnummer.

Nicht, dass ich nicht einige Inspirationen mitgenommen hätte – zum Beispiel die Newsletter-Idee, siehe unten. Nicht, dass das Treffen mit meiner Freundin-Kollegin Anja wenig herzzerreissend schön gewesen wäre. Anja kann ich auch in München sehen und für ein paar einzelne Inspirationen gebe ich in Zukunft keine drei Tage meiner Lebenszeit her. Ende. Vielleicht gebe ich der Veranstaltung irgendwann nochmal eine Chance. Und vielleicht sind die erlesenen Schwestern und Brüder dann bereit, sich dem Diskurs mit der Bundeswehr zu stellen. Das scheinen sie dieses Jahr abgelehnt zu haben, was im Rahmen von Cyberwar und -Spionage irgendwie irrwitzig anmutet. Kleiner Tipp: Die re:publica ist mittlerweile familientauglich geworden. Bällebad, Kinderbereich, alles da. Das wäre allerdings nicht passiert, wenn sich meine Kollegin von Geborgen wachsen nicht seit Jahren dafür eingesetzt hätte.

Tanja und Anja auf der re:publlica
Treffen miit Anja von kopfskino.de – ein re:publica-Highlight

Familienzeit

Wunderschön war die Begegnung mit meiner Familie. Ich durfte das Neffchen kennenlernen mit seinen roten, langen Haaren und dem Blick, mit dem er alles von mir bekommen kann. Ich hoffe, er bemerkt das nicht allzu früh! 😉

Wir haben’s gut

Übernachtet haben wir bei einer meiner Lieblingsfreundinnen. So mitten im Friedrichshainer Kiez. Da, wo man gut und günstig essen und problemlos viel Geld für coole Klamotten los werden kann. Sei es in den Läden der Simon-Dach-Straße oder auf dem Boxhagener Flohmarkt. So auch bei uns geschehen.

Berufliche Reisen verbinden wir fast immer mit privaten Treffen, was unserer Idee von Großfamilie 2.0 gut tut.

Risky Week 18 – Katze vor dem Fenster
So ein riesiges Berliner Loft ist was Feines – zumindest als Citybase

Wochenende?

Am Freitag verbringen wir die meiste Zeit in einem Café in der Nähe der Konferenz. Grund: Ein riesiger Sandkasten. Ansonsten nicht die Bombe. Am Samstag flöte ich früh zur Blogfamilia, die größte Familienblogger-Konferenz Deutschlands.

Ich hätte nie gedacht, dass ich mich unter anderen Bloggern so wohl und “richtig” fühlen könnte.

Die Goodie-Bags sind am Abend randvoll mit netten Kleinigkeiten, neuen Kontakten und Inspirationen. Ganz besonders berührt mich eine Keynote von Teresa Bücker (EDITION F), die von der politischen Macht und Verantwortung von Bloggern spricht. Es ist kein theoretischer Diskurs, sondern eine kluge Reflexion aus der eigenen Situation als allein erziehende Mutter. Chapeau, Frau Bücker. Außerdem muss ich weinen, als eine Bloggerin übe ihre Erfahrungen mit Kindern in Kambodscha spricht. Kinder, die in ihrem Leben keine Proteine zu sich genommen haben, abgemagert und elend.

Die Blogfamilia mit ihren Menschen hat mich subtil und ohne Zeigefinger an meine eigene soziale Verantwortung erinnert. Dafür bin ich dankbar.

Am Sonntag machen wir noch einen Familienausflug in den Naturpark Schöneberger Südgelände. Pures Familienparadies. Ich bleibe allein zurück. Die Jungs machen sich auf nach München, ich lasse meine Woche ausklingen, arbeite die Konferenzen nach und sehe bis in die Nacht fern.

Risky Week 18 – Merlin neben einer Dampflok
Suchbild mit Dampflok und Kind

 

Manchmal muss versumpfen einfach sein.

Größte Herausforderung?

Ich bin diese Woche irgendwie maulig unterwegs, streitlustig, wenig konsensfähig. Woran das liegt? Immer das gleiche. Ich schaffe es auf Reisen selten, nur ein einziges meiner Rituale beizubehalten. An dieser Stelle nachsichtig mit mir zu sein, ja, das ist mal wieder eine Herausforderung.

Mein persönlicher Chaosfaktor (von fünf ⭐): ⭐⭐

Anwesend. Also, das Chaos. Aber so what. Am Montag ist Abflug und zuhause kann ich mich wieder einfädeln in meinen Arbeitsalltag.

Wochenmotto?

Kleinteilig und akribisch zu denken, zu arbeiten, zu ergründen macht Sinn. Solange der Kontext im Fokus bleibt.

Wofür ich dankbar bin?

Für die Sensibilisierung für die politische und gesellschaftliche Verantwortung als Blogger und dafür, dass ich auf beiden Konferenzen ein Gefühl dafür entwickeln durfte, wie die digitale Gesellschaft in ihrem Kern tickt, was sie bewegt, wie sie sich ausdrückt. Deshalb bereue ich weder die re:publica und schon gar nicht die Blogfamilia. Der verdanke ich, dass ich mich in meine Klause begebe und mein Profil noch einmal neu denke und fühle. Das ist in letzter Zeit allzu arg in den kleinen “Gemeinsam-wachsen-Kontext” eingelullt gewesen, anstatt sich ins gesellschaftliche Spielfeld zu mischen und dort Herausforderung zu finden und Aufgaben anzunehmen. Sowas kann halt nur Liebe. Und davon war reichlich zu spüren auf der Blogfamilia.

Was mich traurig gemacht hat?

Zuviel Reibung. Die kostet Kraft. Aber – ich lerne auf diese Weise etwas über mich und andere.

Lieblingsmoment?

Als ich das Neffchen endlich in den Arm nehmen konnte

Worauf ich mich freue?

Ich freue mich auf zuhause.

Kinderzitat der Woche

Träum’ gut von H*****, ok, Papa? (Es geht um Merlins Cousin).

Tipp der Woche

Ein Coach empfahl mir vor einigen Wochen ein Buch. Diese Empfehlung gebe ich an euch weiter. Wer sich mit dem Thema Geld auseinander setzen, verstehen möchte, warum die eine welches hat, der andere nicht, findet wissenschaftlich haltbare Erklärungen und praktische Tipps für die eigene Geldkultur in Nimm’ das Geld und freu’ dich dran*. Bei amazon auch gebraucht erhältlich.

Lesestoff?

Drei Artikel scharren mit ihren dicken, Kaltblut-Hufen in meinem Kopf. Dazu kommt, dass die miteinander wenig zu tun haben. Fingerfood für Babys. Reisebericht Hundehotel. Die Sache mit der Familie als politisch hochrelevante Gruppe. Jou. Lasst die Spiele beginnen!

P.S: Ich habe diese Woche oft die Frage gehört, weshalb mein Sohn Kleider trägt. Die Antwort lest ihr in Der Junge mit dem blauen Kleid. Update: Es ist mittlerweile wieder total in!

News & Ausblick?

Mit dem neuen Design kommen einige Änderungen auf mich und euch zu. Ich nutze die Gelegenheit, euch wöchentlich an dieser Stelle einige davon vorzustellen. Die Risky Week kommt mit dem Blog-Relaunch nur noch als Sonntags-Newsletter. Ich gebe hier sehr viel preis von mir und uns. In Zukunft möchte ich Erlebnisse, Erkenntnisse, Fragen und Antworten rund ums gemeinsame Wachsen nur mit denjenigen teilen, mit denen ich in irgendeiner Form verbunden bin. Und dazu eignet sich ein kleiner, persönlicher Newsletter am besten, finde ich.

Wie viel seid ihr mit euren Kindern und / oder Hunden unterwegs? Genießt ihr gemeinsame Reisen oder reicht euch der Jahresurlaub, um Eindrücke zu tanken?  Erzählt mal …

Wo auch immer ihr euch rumtreibt – genießt es!

Eure RiskyMum Tanja

Risky Week 18 – Merlin springt ins Bällebad
POP – Power of little People

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Tanja Conrad

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