Risky Week 11 – es müht sich die Genesung

Risky Week 11 – Merlin malt seinen ersten Hai

Risky Week 11 – nicht nur, dass Hund zwei krank wird, wir werden nicht so richtig gesund. RiskyDad ist fast die ganze Woche weg. Ein Auto ist in der Werkstatt, das andere bekomme ich nur mit Mühe dazu, morgens seinen Dienst zu tun. Trotzdem machen wir das beste draus. Ob’s klappt?

Und, wie war die Risky Week 11 ?

Diese Woche verlege ich mein Büro ins Bett. Ich warte, bis die Kraft zurückkommt, die sich die Grippe letze Woche geholt hat. Merlin schläft Montag und Dienstag noch nachmittags, bis seine wieder ganz zurückgekehrt ist. Dienstagabend nehme ich ihn mit zum Yoga. Auch, wenn er das ganz prima macht – mir fehlt mein Abend, an dem ich selbst über meine Zeit bestimme und die Verantwortung abgeben kann. RiskyDad ist diese Woche fast gar nicht zuhause. Als ob das nicht reicht, wird Whiskey krank, für die ich Schonkost zubereite. Sowas gibt’s hier seit zwei Wochen nicht mehr zu kaufen. Weil Tanten wie ich Tierfutter im Internet bestellen, statt es vom lokalen Futterhändler zu beziehen. Tja. Wieder etwas schmerzlich gelernt.

Krank sein erlaubt Bestandsaufnahme. Und die tut gut.

Nachmittags testen wir zwei Mal das neue Eiscafé und ich hoffe inständig, dass die Woche ein Ende nimmt. Eigentlich schade. Die Zeit mit meinen Büchern, Prüfungsunterlagen und Ideen im Bett war die Woche wert. Aber sie war auch furchtbar anstrengend.

Pausenlos für drei von mir abhängigen Geschöpfen da zu sein, ist für mich persönlich eine Herausforderung. Ich brauche Freiräume und Zeit für mich, um das gut und aus vollem Herzen tun zu können.

Am Mittwoch fahren wir nach Freising ins neue Eltern-Kind-Café. Ich habe meine Freundin ewig nicht gesehen. Statt uns auszutauschen und einander auf den neuesten Stand zu bringen, kümmern wir uns um unsere Kinder. Ich fahre etwas zerknirscht nachhause. RiskyDad kommt zu spät, wir können ihn nicht mitnehmen. Und damit es nicht langweilig wird, kotzt der Hund überall dort ins Auto, wo garantiert keine Unterlage die jetzt nicht mehr feinen Sitze schützt. Sie hatte eine Stunde Zeit, die Isarauen voll zu göbeln. Offensichtlich eignen sich Ledersitze wesentlich besser.

Wochenende?

Der Spaziergang am Freitagabend mit der Nachbarin und den Kindern belebt mich. Die kühle Luft, die den Frühling wie mit Geheimcode verschlüsselt in sich trägt, besänftigt mich. Es ist alles gut, wie es ist. Ich kann die Welt gerade nehmen, wie sie ist.

Zeit zum Erholen

Samstag nehme ich mir viel Zeit für mich. Wir machen eine große Spazierrunde und ich bleibe den Rest des Tages im Bett. Fernsehen, nachdenken, Fachbuch lesen. Am Sonntag wache ich mit Halsschmerzen auf. Ein Bad später geht es mir besser. RiskyDad macht noch eine Runde mit den Kindern mit und ohne Fell und ist dann schon wieder auf dem Sprung. Irgendwie nicht ideal, gerade, aber wir tragen es mit Fassung. Merlin malt seinen ersten Hai (wie kommt er darauf?), wir puzzeln und spielen mit dem sensationellen Lückkasten*. Dann kommt noch Bibi Blocksberg zum Einsatz und ich finde, wir machen wirklich das beste aus unserem Krankenlager.

Risky Week 11 – Merlins Spiel-Stillleben
Risky Week 11 – Stillleben bei uns zuhause

Any news?

No news, good news.

Größte Herausforderung?

Geduld für Merlin und die Hundemädchen aufzubringen – das ist überhaupt nicht immer gelungen

Mein persönlicher Chaosfaktor (von fünf ⭐): ⭐⭐⭐

Ich spüre  diese Woche die innere Gravitation empfindlich. Ich habe kein einziges Mal meditiert, die abendlichen Erfolgsaufzeichnungen nahezu ausfallen lassen. All das hilft mir sonst, den Spirit zu bewahren, den dunklen Gemüts- und Wutwolken nicht das Feld zu überlassen. Es ist spannend zu beobachten, wie sehr ich auf diese Hilfen angewiesen bin, wenn ich mich wohl fühlen will mit mir und meinen Kindern mit und ohne Fell. Ich brauche diese Leuchttürme und Navigationsmarker, um mich zurechtzufinden. Schön ist, dass ich es bemerke. Schön ist auch, dass ich mich nicht verurteile und es tatsächlich schaffe, mein vorletztes Modul abzuschließen. Offensichtlich haben sich die Strukturen tatsächlich dauerhaft verändert. So vollkommen aus dem Tritt bringt mich fast nichts mehr.

Wochenmotto?

Wer keine Pausen macht, wenn es an der Zeit ist, dem wird eine verordnet. 

Wofür ich dankbar bin?

Für ein bisschen Zeit für mich allein und mein Fachbuch

Was mich traurig gemacht hat?

Merlin hat unter meiner Überforderung gelitten. Ich habe ihn zwei Mal heftig angeschrien, was ich sonst nicht tue. Das tut mir sehr leid. Als ich mich entschuldige, sagt er, dass er nun wieder glücklich sei. Das hat mich sehr berührt und mir gezeigt, dass es wichtig ist, in eine entgleiste Situation hineinzuatmen und neu zu entscheiden, ob nicht auch ein anderer Weg infrage kommt.

Lieblingsmoment?

Ich liege im Bett, die Sonne wirft sich durchs Fenster und ich lese ein inspirierendes Fachbuch. Neben mir liegen zwei zufriedene Hunde, die nichts von mir wollen. Perfekt.

Worauf ich mich freue?

Wenn die Influenza keine Schatten mehr auf meine Kräfte wirft

Kinderzitat der Woche

Mama, du musst doch einfach nur die Sandmann App öffnen! #wischklickundfertig

Tipp der Woche

Wenn du das Gefühl hast, gerade zu entgleisen, brauchst du nur eine einzige Gewohnheit, die dir den Weg weisen kann. Bei mir war es dieses Mal der Beobachter oder das Dritte Auge. Die Metaebene, die mich vor Selbstverurteilung und Bewertung anderer schützt. Was hält dich über Wasser, wenn du den Boden unter den Füßen verlierst?

News & Ausblick

Wenn ich bloß dem Tempo meiner unendlich nachwachsender Ideenflut hinterher käme! Zumindest nutze ich die Abendstunden, um für Lesenachschub zu sorgen. Nächste Woche geht es erstmal zur Recherche in die größten Buchhandlungen in München. Warum? Ende März gebe ich meine letzte Studienhausarbeit ab. Danach bleiben mir nur noch die Praxisarbeiten und die Thesis (wissenschaftliche Abschlussarbeit). Diese Hausarbeit wird mich aber noch eine Weile beschäftigen. Warum? Das verrate ich, wenn es soweit ist.

Neuer Lesestoff?

Zu Ostern habe ich zwar keine DIYs am Start (können andere besser), dafür aber zwei Bücherrezensionen – lasst euch überraschen.

Wie war eure Risky Week 11? Seid ihr von Grippe, Scharlach und Mittelohrentzündung verschont geblieben? Habt einen schönen Sonntag und lasst es euch so richtig gut gehen. 

Macht das Beste aus eurer Woche, ihr Lieben!

Eure RiskyMum Tanja

Tanja Conrad

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