Risky Week 09 – hej, Frühling & happy birthday, Wilma

Risky Week 09 – Merlin mit seiner neuen alten Spielküche

Risky Week 09 – bei Minusgraden schickt der Frühling erste Zeichen. Auch sonst stehen unsere Tage unter dem Stern kleiner Veränderungen, die nach und nach Wirkung zeigen. So langsam komme ich an im Familienleben, finde Strukturen, Rituale und damit ein Stückchen Permanenz. Aber übertreiben werde ich es mit der Beschaulichkeit nicht. Versprochen …

Und, wie war die Risky Week 09 ?

Der Montag gehört zu meinen Lieblingstagen. Vor allem, wenn RiskyDad Merlin zu Oma und Opa nach München fährt. Dann habe ich luxuriöse zehn Stunden Arbeitszeit, die ich diese Woche gut nutze. Zwischendurch hülle ich mich in mein Skizeug und drehe eine Fahrradrunde mit den Hundeweibern.

Wer in Russland gelebt hat, lächelt über minus 15 Grad. 

Am Dienstag  bekommen wir Besuch von einer Freundin mit Sohn. Es ist ein Traum. Die Kinder spielen in Merlins Zimmer und wir leeren eine Kanne Tee nach der anderen. Mit der gleichen Freundin gehe ich am Mittwoch zum Yoga im Naturkindergarten. Hach, gute Sache, das. Nachmittags geht es zu Merlins Freundinnen nachhause, wo es nicht nur gute Stimmung, sondern auch fantastischen Kaffee gibt. Fünf Kinder jagen mich, stecken mich ins Gefängnis und ich bekomme eine Idee, wie sich Großfamilie anfühlen kann.

Vor einigen Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, dass Zeit mit Kindern so vollkommen glücklich machen kann.

Die Woche geht gemächlich dem Ende zu. Am Donnerstag hat Merlin keine Lust, zum Karate zu gehen. Stattdessen sitzen wir vor der Leinwand und gucken 72 Folgen Sendung mit der Maus (ihr dürft gern das Jugendamt verständigen) und feiern Wilmas Geburtstag – sie ist nun zehn Jahre alt. Es tut mir weh, wie schwer es für Merlin sein wird, seinen Lieblingshund gehen zu lassen. Auch wenn ich mit einigen Jahren rechne: Die Verbindung der beiden wird sich bis dahin noch vertiefen. Über Merlins erste Erfahrungen mit dem Tod habe ich schon geschrieben. Vielleicht magst du reinlesen?

Wochenende?

Freitag gehört meinem Büro und meinem Sohn. Auf den freue ich mich, als ich ihn um 14 Uhr vom Naturkindergarten abhole. Ich werfe meine Planung um, da Merlin mit seinem Freund zum Musikunterricht gehen will. Ok, dann halt anders. Wir gehen auf den letzten Eisresten rodeln und donnern drei Mal vom Hügel. Danach bekommen die Hundedamen Auslauf und wir pilgern zur Musikschule. Die nehmen es ganz genau und vertrösten uns aufs nächste Schuljahr. Ok, dann bringe ich ihm das halt in Eigenregie bei. War auf Dauer ja eh der Plan. Abends bringt RiskyDad Merlins neuen Maltisch mit, den wir am Samstag direkt mit einer kleinen Kinderküche ergänzen.

Wir kaufen fast alles “second hand”. Das macht Laune (schon spannende Menschen kennengelernt), ist nachhaltig und günstig.

Den Samstag verbringen wir in München in RiskyDads Büro, nachdem wir eine Hunderunde im Olympiapark gedreht haben. Der Blog ist so träge wie ein satter Hund und wir begeben uns auf Fehlersuche. Abends gibt’s Frust-Pizza bei der Schwedenoma und Opa Franz. Den Bulli lassen wir da, denn der möchte vom KFZler unseres Vertrauens für eine größere Reparatur abgeholt werden. Läuft.

Ich nehme nicht an, dass es Zufall ist, dass bei uns alles gleichzeitig kaputt geht.

Sonntagmorgen geht’s weiter mit dem Flohmarkt-Kaufrausch. Zuhause machen wir eine Teepause auf der Terrasse – Sonne, Vogelgezwitscher und die ersten Knospen laden uns ein. Später malt Merlin an seinem neuen Tisch und kocht uns Nusssuppe mit Nudeln.

Es gibt so ein paar Dinge, die fast jedes Kind liebt. Eine kleine Küche gehört sicher dazu.

Größte Herausforderung?

Geduld mit mir selbst und mit anderen zu haben

Mein persönlicher Chaosfaktor (von fünf ⭐): ⭐⭐

Die letzte Woche wirft noch ein paar Schatten – ich komme mit meinem neuen Modul einfach nicht in den Tritt. Dafür habe ich riesigen Spaß beim Klavierspielen und komme mit Jahresplanung und Umsetzung voran. Die Struktur, die wir langsam in unserem Leben zulassen, fühlt sich für mich fast exotisch an. Dass Dinge und Situationen berechenbar werden, spart Kraft und Zeit. Die nutzen wir für das, was schief geht … und für meine spontanen Ideen, die ich mir weder abgewöhnen will noch kann.

Wochenmotto?

Winter, wir lieben dich. Wir genießen deine Kälte und dein Versprechen, dass der Frühling bald da ist.

Wofür ich dankbar bin?

Unmengen! Wir haben so ein schönes Haus, wir haben einander, sind gesund und es gibt unfassbar spannende Menschen, Ideen und Projekte in unserem Leben.

Was mich traurig gemacht hat?

Ich war die Woche öfter ungeduldig mit Merlin. Wir konnten das zwar immer klären, aber manchmal bleibt etwas zurück. Es kostet mich viel Disziplin, mich nicht zu verurteilen und stattdessen gnädig mit mir selbst zu sein. Ich kann immer neu entscheiden, die Richtung wechseln, mich neu orientieren. Das zu wissen hilft mir. Good enoug mother, eben. Mehr geht nicht. Mehr braucht’s wohl auch nicht.

Lieblingsmoment?

Als sich fünf Kinder mit Gebrüll auf mich werfen und ich spüre, wie die letzten Abwehrmechanismen zumindest berührt werden

Worauf ich mich freue?

Kommenden Samstag geht es mal wieder auf eine Konferenz für mich. Die Projektin ist ein spannendes Format, von dem ich mir noch mehr Klarheit über die Matrix von Medienarbeit wünsche.

Kinderzitat der Woche

Mama, ich will nicht allein einschlafen. Du musst mich beschützen!

Tipp der Woche

Bei uns ist seit Monaten die Rote Beete los. Magst du nicht? Lass’ es drauf ankommen. Unser Winter-Rezept-Highlight, der Kürbis Rote Beete Gratin, überzeugt die hartnäckigsten Knollenverächter. Inklusive pdf zum Herunterladen & Ausdrucken.

News & Ausblick

Wir sind am basteln, basteln, basteln. Zum Glück unterstützt mich RiskyDad mittlerweile beim Umzug des Blogs. Das ist auch besser so. In die Tiefen, wo man wirklich was reißen kann, werde ich so schnell nicht gelangen. Danke, Mann & Nerd meines Vertrauens!❤

Gibt’s neuen Lesestoff?

Für nächste Woche plane ich einen Artikel über die etwas andere Großfamilie des 21. Jahrhunderts. Mal gucken, wie weit ich komme.

Spürt ihr den Frühling auch schon? Wie geht es euch bei dem Gedanken, dass bald Schluss ist mit dicken Jacken, Handschuhen und kalten Nasen? 

Ich wünsche euch eine sonnige Woche, ihr Lieben!

Eure RiskyMum Tanja

Tanja Conrad

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