Fotomagazin „Smart Shot“: Macht es deine Smartphone-Shots besser?

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Das neue Fotomagazin SMART SHOT ist kein weiteres Magazin für (Hobby-) Fotografen, sondern ein Ableger des renommierten fotoMAGAZIN. Es widmet sich der Smartphone-Fotografie und verspricht, dich durch den Kauf des Heftes zum besseren Smartphone-Fotografen zu machen. Ob der Kauf allein reicht, was das Magazin kann und wo nachgebessert werden sollte, verrät unsere RiskyRezension.

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Voraussetzungen

Ich selbst fotografiere mit meinem iPhone 7 Plus, das über eine vergleichsweise exquisite Kamera mit zwei Linsen verfügt. Trotz gutem Blick für stimmige Bildkompositionen bin ich oft unzufrieden mit den Ergebnissen meiner leidenschaftlichen Streifzüge. Meine Bild-Beute fällt trotz vollem Körpereinsatz (aufgeschundene Knie und sonstigen Blessuren sind keine Seltenheit) mau aus. Ein eigener Fotostyle wollte sich bis heute im Gegensatz zum Schreibstyle nicht einstellen. In den letzten Wochen suchte ich nach entsprechenden Tutorials – vergeblich. Die Recherche brachte nichts brauchbares hervor, das meine Smartphone-Fotografie mit überschaubarem Aufwand boosten könnte.

Und dann kam Smart Shot

Fotomagazin Smart Shot – Übersicht:

  • Warm-Up KUNST +JUNG
  • Die große Story
  • Exkurs mobile Bildbearbeitung
  • Snapseed-Tutorial
  • Darf ich das? – Rechtsberatung
  • Drucken mit dem Smartphone – für jeden was dabei
  • Spiegelreflex versus Smartphone – was unterscheidet sie?
  • Geld verdienen mit dem Smartphone
  • Gadgeteria – sinnvoll?
  • Cloudspeicher – toll erklärt
  • Superimpose – Posen ohne Not
  • Ruhm & INSTA
  • Cool-down
  • Erstausgabe – Ziel erreicht?



Ruhm. Geld. Schönheit. Ehre.

Bereits das Cover des neuen Print-Magazins SMART SHOT macht klar – hier sind auch Online-Journalist am Werk, die wissen, wie man Mäuse, aka Leser fängt. Die ersten vier Worte, oben links auf dem Cover, die jeweils ein Hauptthema einleiten, schüren kräftig Erwartungen. Darunter dann ein Foto des Holi Festival in Indien. Ein skurriler Spontan-Shot, der allein den Sinn eines solchen Heftes wortlos erklärt.

Warm-Up KUNST + JUNG

Auf den ersten Seiten gibt’s coole Spontan-Shots von coolen Leuten. Ihre Models? Wenig glamourös. Die Smart-Shots kommen aus dem Alltag, mit einer Prise Foto-Bearbeitung abgerundet. Das Heft liegt gut in der Hand, was am minimal rauhen, seidenmatten Papier liegen dürfte. Das ist prima, wenn du beim Campen in deinem Bulli liegst und es dir nicht andauernd von den Knien rutscht. Gelungenes Warm-Up, ich habe Lust auf mehr.

Kaufberatung & Bestenliste

Wer noch nicht das richtige Foto-Smartphone gefunden hat, wird nach der Lektüre der Bestenliste und Kaufberatung schnell eine Entscheidung treffen können. Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle kannst du prima in einer Tabelle vergleichen. Außerdem lernst du, welche Technik du für deine Bedürfnisse brauchst.

Exkurs mobile Bildbearbeitung

Für mich persönlich ist dieser Artikel eines der Filetstücke von SMART SHOT. Der Unterschied zwischen den Bildformaten RAW und JPEG ist mir endlich klar – außerdem bereitet er wunderbar auf das kommende Snapseed-Tutorial vor, für das ich mich nun gewappnet fühle. Technik ist nicht unbedingt mein Steckenpferd. SMART SHOT schafft es, dass ich trotzdem dranbleibe. Warum? Es werden keine Schritte ausgelassen, die du zum Verständnis brauchst. Und keine unnötigen Informationen eingewoben, die in die Kategorie „unnützes Wissen“ fallen. Top.

Snapseed-Tutorial – #SmartShotSnapseed

Mit der Foto-Bearbeitungsapp Snapseed fürs Smartphone befasse ich mich erst seit kurzem. Mit der von SMART SHOT bereits gewohnten, unaufgeregten Art der Vermittlung, komme ich damit gut zurecht. Das heißt nicht, dass ich euch heute bereits Meisterwerke präsentieren kann – dafür aber kleine Fort-Schritte, über die ich mich freue.

Auf den Fotos seht ihr Andreas Irmer, von autarker.de. Meinen Artikel dazu liest du hier.

Darf ich das?

Urheberrecht im Netz ist alles andere als eindeutig– nicht zuletzt die Abmahnungswellen und der Bilderklau, wovon einige Kollegen in letzter Zeit betroffen waren, scheinen das zu bestätigen. Der bekannte E-Rechtler Thomas Schwenke hielt dazu auf der re:publica 2017 einen Vortrag. Fazit: Nehmt das nicht auf die leichte Schulter (ich schreibe das jetzt auch für mich selbst) – SMART SHOT gibt euch einen Überblick über eure Rechte und Pflichten, was das Publizieren von Fotomaterial betrifft. Übrigens auch für Journalisten interessant, denn die kennen sich oft besser mit Worten als mit Bildern aus.

Drucken mit dem Smartphone – für jeden was dabei

Du willst schnell von unterwegs ein Smart-Shot ausdrucken und bezahlbar soll das auch noch sein? Bitte schön. Das Fotomagazin SMART SHOT stellt dir mehrere Geräte vor, die für jeden Anspruch und auch kleines Geld (in diesem Fall bitte die Ansprüche etwas runterfahren) zu haben sind.




Spiegelreflex versus Smartphone – was unterscheidet sie?

Die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat.

So beginnt Andreas Jordans Artikel über den Unterschied zwischen einer Spiegelreflex- oder Systemkamera und einer Smartphone-Kamera. Klingt etwas „binsig“, trifft aber zu. Jordan erklärt anschaulich und einfach, was David und Goliath unter den Kameras unterscheidet und was sie verbindet. Seinen Ausführungen kann jeder potentielle Leser folgen, er schreibt für ein interessiertes Publikum, ohne das Thema zu sehr zu vereinfachen. Als Autorin lerne ich viel über gute Service-Beiträge von Andreas Jordan. Das gilt im Übrigen für andere Autoren des Fotomagazins.

Ohne Kunst geht nix

Wilde weite Welt – hier stellt SMART SHOT junge Smartphone-Fotografen und ihre Styles vor – eine schöne kleine Ruhe-Insel inmitten der Tutorials und Knowledge-Booster.

Geld verdienen mit dem Smartphone?

Ich gebe es zu – den Artikel hätte ich auch ohne Rezensions-Auftrag akribisch studiert. Warum sollten die Fotos, die meinem Blog ein Gesicht geben, kein Geld einbringen, so ganz nebenbei? Die Autorin Sandra Schink erklärt, wie aus deinem Smart-Shot bares Geld werden kann. Reich werden? Eher Fehlanzeige. Ob sich der Aufwand überhaupt lohnt, überlässt Schink dem Leser und der Leserin. Sehr sympathisch.

Gadgeteria – was gibt’s Neues?

Das Smartphone zur Top-Kamera pimpen – geht sowas? Geht, sagt SMART SHOT. Und zwar mit den neuesten Gadgets, die dich und deine Smartphone-Kamera zu Hochform auflaufen lassen. Die Autoren nennen Einsatzbereiche, Vor- und Nachteile. Da ich das neue iPhone mit dem Lightning-Anschluss nutze, hätte ich gern gewusst, ob die Geräte über einen solchen Anschluss oder einen entsprechenden Adapter verfügen. Liebes SMART SHOT Fotomagazin, bitte denkt auch an die Apfel-Arbeiter! Ansonsten eine sinnvolle Sache – besonders für Journalisten und Blogger.

Cloudspeicher – wolkenlos glücklich?

Ich oute mich – bis zum Artikel von Rainer Claaßen war mir nie klar, was genau so eine Netzwolke ist, woraus sie besteht und wo sie beheimatet ist. Sie machte für mich ihrem Namen alle Ehre und war so ungreifbar wie ihre himmlischen Verwandten. Natürlich hätte ich auch mal den Vater meines Sohnes fragen können, der quasi zuhause ist in Cloud-Kuckucksheim. So ist’s mir dennoch lieber – die Cloud-Taube flog mir direkt in den Mund. Super erklärt, für alle technisch mittelmäßig Begabten eine echte Erlösung! 😉

Superimpose – Posen ohne Not

Bildmontagen für Smartphone – für mich ist das ein bisschen wie schwimmen lernen, bevor ich jemals länger im Wasser war. Ich habe den Artikel nur überflogen, weil ich mich erst in den seichteren Gefilden der Smartphone-Fotografie einigermaßen auskennen möchte. Fotomontagen sind, wie zurecht angemerkt wird, eigentlich etwas für den großen Bildschirm – so hätte man ruhig bis zur fünften Ausgabe damit warten können, um eine Zahl zu nennen. Für alle Profis unter euch – schaut rein. Und bitte berichtet. Das Kommentarfeld unten ist hungrig und allzeit bereit für Nahrung!

Ruhm & Insta

Nicht alle Ü-30-Eltern wissen, was es mit der Plattform Instagram auf sich hat. Mit über 40 wird das Eis noch dünner. Ich gehöre eben zu dieser Sorte, die bei Facebook zuhause ist, Schnappatmung von Snapchat bekommt und erst mit dem eigenen Blog-Baby erste Instagram-Schrittehen gewagt hat. Meine kleinen Cousinen turnen da herum, als machten sie das von Geburt an. Ich finde es faszinierend unbegreiflich, wie die Kommunikation dort funktioniert – und ich meine nicht die Enklave mittelalter Eltern und Nicht-Eltern, die ihr „Inseldasein“ dort miteinander und durch einander legitimieren. Diese für mich aufregende Welt (aufregend, weil mich alles, was ich nicht sofort begreife, magisch anzieht) ersteht ganz neu in meinem Kopf durch den Artikel von Kristina Kobilke. Sie zeigt Insta-Erfolgs-Strategien auf – entweder eine, die durch Ausprobieren ans Kommunikationsziel führt und eine andere, die nichts dem Zufall überlässt. Der Artikel lohnt sich für alle, die ihr Biz mithilfe von Instagram aufbauen wollen – und für die, die einfach nur herausfinden möchten, wie das Netzwerk Instagram tickt, um dort Spaß zu haben und sich auszutauschen.

Cool-down

Zum Ende wird’s wieder luftiger im Fotomagazin SMART SHOT – weniger Information und mehr Unterhaltung schnüren das Wissenspaket zu. Auf einen kleinen Text über das Selfie-Phänomen folgt einer über das „Antimodel“ Brandes Danesewich, natürlich gespickt mit ihren Insta-Fotos. Kurz vor Schluss gibt’s einen Artikel über Apps für Schwarz-Weiß-Bilder – den hätte ich lieber in der Heftmitte gefunden, als ich noch beim Ausprobieren und Experimentieren war.

Erstausgabe – Ziel erreicht?

So ganz einig sind sich Herausgeber und / oder Autoren nicht: Manchmal werden wir Leser mit „du“ angesprochen, andere halten uns mit dem „sie“ ein wenig auf Distanz. Beides fände ich in Ordnung – um das Magazin-Profil zu schärfen, wäre eine klare Linie wünschenswert.

Aufmachung

Das Fotomagazin SMART SHOT schafft es, die Vorzüge von Online-Texten ins Print-Medium zu übertragen. Schnelle Sprache, Klarheit und Unterteilung mit Zwischenüberschriften sorgt für gute Lesbarkeit und Lesespaß. Die Haptik ist angenehm, Hochglanz vermisse ich weder auf dem Papier noch auf den Fotos. Vielleicht ist der Magazinname etwas irreführend – hätte ich am Kiosk gestanden, wäre mir das Magazin nicht in seiner Funktion aufgefallen – obwohl ich nach so einem Magazin gesucht habe!

Für wen macht SMART SHOT Sinn?

Allein die Lust am Smart-Fotografieren reicht aus, um sich das Heft zu kaufen. Es ist ein hilfreiches Nachschlagewerk, das beim ersten Lesen direkt Schmöker-Charakter hat. Für Blogger und Journalisten finde ich es besonders geeignet – ob ein professioneller Fotograf noch neues lernt, kann ich nicht sagen.

Aufbau & Artikelauswahl – passt?

Passt. Die Infos werden oft wie nebenbei eingeflochten, was du erst merkst, wenn sie in einem anderen Artikel wieder aufgegriffen werden. Sie bauen sinnvoll aufeinander auf, ohne dich mit Redundanz zu langweilen. Großes Lob.

Mit dem Kauf dieses Heftes wirst du ein besserer Smartphone-Fotograf. Versprochen.

Das große Versprechen auf der Titelseite löst das Heft nicht ein – du brauchst zusätzlich schon etwas Zeit zum Lesen, Üben und die Lust zum Experimentieren. Das Fotomagazin SMART SHOT hat seine Arbeit getan. Jetzt bist du dran!

Was glaubst du – wäre das Fotomagazin SMART SHOT etwas für dich? Hast du es vielleicht schon einmal am Kiosk entdeckt oder sogar schon gelesen? Ich freue mich auf deine Meinung und gebe sie gern an die Herausgeber weiter. 

 

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Tanja Conrad

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