Bücher für Eltern – unsere 10 besten Elternratgeber 2019

Bücher für Eltern – unsere Besten

Gute Bücher für Eltern helfen, Freude und Entspannung in den Familien-Alltag zu bringen. Sie sind Booster persönlicher Entwicklung, unterhalten und regen zum Weiterdenken und -fühlen an. Welche für uns 2019 die besten Elternratgeber waren, fassen wir in 10 Mini-Rezensionen zusammen. 

Bücher für Eltern – warum lesen wir sowas?

Jedes Mal, wenn der Postbote Lilly den Umschlag mit ihrer neuesten Buchentdeckung übergibt, reißt sie ihn sofort auf. Vielleicht, gaaaanz vielleicht, ist darin endlich die Zauberformel versteckt, die ihr das allmorgendliche Gefühl von Überforderung und Stress nehmen wird. Die überkommen sie, wenn sich das Kind wieder Honig auf die Hände statt aufs Brot streicht oder die Unterhose einfach nicht vom Kinderkopf zu kriegen ist. Es geht vielen wie Lilly. Und viele Eltern haben das Gefühl, nie fertig zu werden. Als ich einen Vater nach seinem sehnlichsten Wunsch für das laufende Jahr fragte, verblüffte mich die Antwort wenig.

Zeit! Ich möchte mal Zeit haben, mir über mein Leben Gedanken zu machen. Zeit mit meinen Kindern, Zeit mit meiner Frau.

Und da auch für uns Zeit gefühlt knapp ist, lesen wir nur das, was uns auf irgendeine Weise glücklich macht. Dazu gehören keine Ratgeber, die uns oder unsere Kinder manipulieren, verlocken oder im wahrsten Sinn erziehen wollen. Wie ihr schon im Serienauftakt Elternratgeber – ist das Kunst oder kann das weg? gelesen habt, stehen wir auf nachhaltigen Lesestoff. Gern schmökern wir ein Buch auch zweimal und wenn es Übungen oder kleine Aufgaben enthält, machen wir diejenigen, die uns sinnvoll erscheinen.

Elternratgeber sind wunderbare Alltagshelfer. Das selbstständige Denken ersetzen sie nicht. 

Auf ein echtes Ranking der Bücher für Eltern verzichten wir. Jede Familie hat eigene Herausforderungen und braucht unterschiedliche Beratung und Unterstützung. Und: Die Bücher sind nicht alle 2019 erschienen. Es sind diejenigen, die im vergangenen Jahr zu unserer Lebenssituation und unseren Werten passten. Noch etwas: Die Zitate unter den Kurz-Rezensionen stammen aus den jeweiligen Büchern.

Here we go – die besten Bücher für Eltern

1.  Susanne Mierau: Einfach Familie leben

Zu den besten Büchern für werdende Eltern zählt für uns der Minimalismus-Guide aus dem Hause Geborgen wachsen. Der Elternratgeber führt durch fast alle Lebensbereiche junger Familien. Ob Green Parenting, Wohnen, Kleidung oder Mobilität – die Leser*innen erfahren, wie sie durch Minimalismus im Familienalltag Zeit und Energie sparen, um diese mit den Liebsten zu verbringen. Das Buch ist mehr als eine Trickkiste für gestresste Eltern. Wissen, Inspirationen und Ideen zielen darauf, uns selbst wieder in den Blick zu nehmen und dabei auch die Bedürfnisse anderer in Betracht zu ziehen. Wenn es Eltern gut geht, können sie gut für die Familie sorgen. Wenn es Familien gut geht, können sie für eine friedliche Gesellschaft sorgen.

Das Leben mit Kindern ist nicht immer einfach. Aber wir dürfen es uns einfach machen.

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2. Natalie Klüver: Afterwork Familie: Wie du mit wenig Zeit dich und deine Kinder glücklich machst

Auch bekannt als Ganz normale Mama kommt die Dreifach-Mutter und Journalistin Lillys Zauberformel recht nah. Durch ihre Ideen und Vorschläge zieht sie dem Schreckensmonster Vereinbarkeit den Zahn der Unmöglichkeit. Arbeiten zu gehen, die eigenen Bedürfnisse im Blick zu haben – Klüver zeigt, wie das mit Humor, Struktur und Klarheit funktionieren kann. Auch wenn wir mit diesem Buch nicht gleich den Mustern zu leibe rücken, die viele unserer Verhaltensweisen bestimmen: Wir konnten mit den Vorschlägen, Rezepten und Inspirationen Strukturen ändern, Rituale etablieren und damit Raum schaffen für persönliche Entwicklung. #praxisnähergehtnicht

Denn der Zauber liegt im Alltag!

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3. Danielle Graf / Katja Seide: Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn: Gelassen durch die Jahre 5-10

Das ist eines der wenigen Bücher, die ich dem Mann wortlos auf den Nachttisch gelegt habe. Wer dieses Buch gelesen und reflektiert hat, wird besser verstehen, wie wir Menschen ticken, was wir brauchen – und warum es gut ist, Erziehung zugunsten der Beziehung zu unseren Kindern aufzugeben. Nach dem Buch habe ich jetzt auch den Podcast der Ladys abonniert. Je mehr Kanäle ich nutze, um mir tiefe Wahrheiten bewusst zu machen, desto freudvoller und erfüllender erlebe ich Familie. Für Eltern kleinerer Kinder hilft das erste Wunschkind-Buch* der Autorinnen weiter. #daswesentliche

Leider werden auch heutzutage noch Kinder darauf trainiert, nicht zu viele Gefühle zu zeigen, also nicht zu laut zu weinen, zu lange zu wüten oder zu intensiv zu trauern.

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4. Stefanie Stahl: Nestwärme, die Flügel verleiht: Halt geben und Freiheit schenken – wie wir erziehen, ohne zu erziehen

Mir sind Bücher am liebsten, die helfen alte Wunden zu heilen. Diese alten Wunden aus der Kindheit sind verantwortlich für viele Probleme, die sich in unseren Familien zeigen. Das dritte Buch von Stefanie Stahl bietet Antworten auf die Frage, was wir tun können, um nicht mehr reflexartig und auf höchstem Stressniveau auf unsere Kinder reagieren zu müssen. Es ist kein gewöhnlicher Ratgeber. Wer nur ein lustiges Buch für Mütter oder Väter sucht, greift besser zu anderen Büchern für Eltern. Stahls Beziehungsratgeber ist eine Einladung, Sorgen, Nöte und Herausforderungen auf den Grund zu gehen. Er fordert uns auf, Listen zu schreiben, uns an Momente mit unseren Kindern zu erinnern, die schwierig waren – und uns zurückzuversetzen in die eigene Kindheit. Damit schlägt Stahl die Brücke unseres inneren Kindes zu unserem leiblichen Kind. Darüber gehen müssen, dürfen wir selbst. #selfdevelopementpur

Ohne es zu wollen, folgen wir häufig in der Erziehung nicht unseren eigenen Vorstellungen, sondern geben wie fremdgesteuert die Erfahrung weiter, die wir selbst als Kinder gemacht haben.

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5. Jeannine Mik / Sandra Teml-Jetter: Mama, nicht schreien!: Liebevoll bleiben bei Stress, Wut und starken Gefühlen

Auch in diesem Buch geht es um Klärung unbewussten Verhaltens den eigenen Kindern gegenüber. Oft sagen oder tun Eltern Dinge, die weder ihren Werten noch ihrer bewussten Entscheidung entsprechen. Das wollen die Autorinnen ändern. Auch in diesem Ratgeber oder besser Praxis-Ratgeber für Eltern geht es um die Heilung innerer Kind-Repräsentationen. Mir gefällt die Art, wie sich die Österreicherinnen Mik und Teml-Jetter für die Belange aller Kinder einsetzen, damit sie gewaltfrei und unter Würdigung ihrer (Kinder-)Rechte aufwachsen. #großerrespekt

Wenn wir uns selbst nicht spüren, nicht mit uns selbst verbunden sind, wie sollen wir es mit jemand anderem sein?

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6. Nicola Schmidt: Erziehen ohne Schimpfen: Alltagsstrategien für eine artgerechte Erziehung

Elternratgeber berühren mich selten. Sie sind Futter fürs Hirn, weniger fürs Herz. Dieses Buch, voller wertvollem Wissen und mit bedürfnisorientiertem Ansatz, rührt sanft an eigenen Wunden. Dafür nutzt die Autorin kluge Metaphern, die vielleicht nicht neu sind. Neu ist die Verbindung von Wissen und Einfühlsamkeit, die das Buch meisterhaft verbindet. Wenn sie schreibt, dass wir unser Kind in der eigenen Not wie einen hungrigen Tiger wahrnehmen, ist das ein starkes Bild. Es verdeutlicht, wie sehr die Wahrheit eine Frage der Perspektive ist – und der Erfahrung. Bonus: Alle, die  wirklich üben möchten nicht zu schimpfen, lässt die Autorin nicht allein. In der Facebook-Gruppe zum Buch tauschen sich Eltern aus, die die Challenge 21 Tage ohne schimpfen annehmen. Hier erhalten sie Rat, Tat und erkennen, dass sie nicht allein und auch nicht schuld sind. Ich bin übrigens erfolgreich bei Tag 6 … #klugberührend

Ein Kind nicht zu schimpfen, kann die Welt verändern.

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7. Katja Reim: Ab ins Netz?!

Sobald Kinder zwei, drei Jahre alt sind, beginnt der Eiertanz um die nicht mehr ganz so neuen Medien. Fernsehen, Mediatheken und Spiele-Apps – alles Abenteuer für die Kleinen und auch für die Eltern nicht immer Homeland. Was also tun, wenn der Dreijährige wieder um eine Folge Paw Petrol feilscht oder die Tocher nach der 7. Pokemon-Folge verlangt? Well, Frau Reim hat Antworten. So lässig und gleichzeitig verantwortungsvoll, dass es Freude macht, sich mit ihrem Ansatz zu beschäftigen. Vertrauen ist die Grundlage statt Kontrolle und starre Regeln. Reflexion statt Konsequenzen. I love it! #abinsnetz!

Reden und Zuhören sind vielleicht der wichtigste Schutz, wenn Kinder das World Wide Web im Smartphone überall dabei haben.

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8. Robert T. Kiyosaki: Rich Dad Poor Dad: What the Rich teach Their Kids about Money That the Poor and Middle Class Do not!

Die Sache mit der Kohle – wieso haben die einen massenweise davon und andere zahlen ihre Miete nur mit Mühe? Der Hawaiian Kiyosaki hat Antworten parat. Radikal, für manche*n vielleicht verstörend. Mir hat der Mann die Augen geöffnet. Ich danke meinem Bruder für dieses Buch. Tipp: Auf Englisch lesen. Authentischer. Und Achtung: Es könnte deine Sichtweise und vor allem dein Gefühl zu Geld verändern. Möglicherweise wirst du Lust bekommen, mehr über Geld zu sprechen, auch in der Familie. Zumindest, wenn du dich auf das Buch und die (unangenehmen) Fragen, die es dir stellt, einlässt. #letsbecomeamoneymaker

The primary difference between a rich person and a poor person is how they manage fear. 

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9.  Yvonne George: Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern: Bleibe mit deinem Kind in Verbindung – trotz Wut, Streit und Krisen

Ich bin Fan der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Rosenberg. Und ich bin unfassbar schlecht darin. Ich soll beobachten, was geschieht. Dann soll ich sagen, was das mit mir macht. Und daraus formuliere ich einen Wunsch. Lange übersprang ich diese Schritte, ging beim Konflikt gleich zum Angriff über. Der ist allerdings nicht vorgesehen. Einige Seminare und eben das Buch von Yvonne George später sieht es anders aus. Es gelingt mir zusehends, anderen bewusst zu begegnen. Wie durch einen winzigen Spalt sickert die Wahrheit in mein Bewusstsein: Wir Menschen handeln immer aus einem Bedürfnis heraus. Und  Kooperationsbereitschaft ist tief in unserem Genom verwurzelt. Nur wenn wir einander unterstützen, überleben wir. Auf die heutige Gesellschaft übertragen könnte es heißen: Nur wenn wir einander unterstützen, fühlen wir uns wohl und geborgen. George wählt eine klare Sprache, die hilft, diese ungewohnte Art der Kommunikation zu erfassen und einzuüben. Denn auch mit diesem Buch kann nur der / die Fleißige etwas anfangen. #lohntsichlohntsichlohntsich

Frage  dich: Würdest du mit einem Erwachsenen so reden, weich mit meinem Kind rede?

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10. André Sterm: Spielen, um zu fühlen, zu lernen und zu leben

André Sterns Buch über die Magie des Spiels war der Begleiter meiner journalistischen Abschlussarbeit. Was ich darin las über das Spielen und Lernen, hat mich tief bewegt. Nicht, dass mir die Fakten des Buchs nicht bekannt gewesen wären. Seine Perspektive und die Art, wie er denkt machen den Unterschied. Dieser Mann ist ohne Schule aufgewachsen. En détail beschreibt er, wie er als Kind durch Spiel die Welt entdeckte. So wie wir alle die Welt entdecken würden, wenn wir noch spielen könnten. Ein einmaliges Plädoyer für das Spielen. In jedem Alter. #liebe

Das Kind kann, was es will und möchte nur das, was es kann. 

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Who the f… is Lilly?!

Ihr ahnt es vermutlich: Lilly hat diese Bücher für Eltern alle im Schrank. Lilly bin nämlich ich. Oft schaffe ich es mittlerweile bis ins Haus, bevor der Umschlag zum Wurfgeschoss mutiert oder warte sogar bis zum Abend. Meine Not ist weniger geworden. Neue Strukturen, Rituale, frische Perspektiven und viel Wissen haben mir geholfen, Raum zu schaffen. Inneren wie äußeren. Die papiernen Coaches sind aus meinem Leben nicht wegzudenken – auch wenn ich meine Zeit mittlerweile lieber mit Vorlesen verbringe.

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Bücher für Eltern und Kinder – manchmal fühlt sich auch der Hund angesprochen

Aktuelles: Serien Elternratgeber im Check – weiter geht’s!

Jeden 1. Freitag im Monat stellen wir euch in unserer Serie Elternratgeber im Check ein neues Buch für (werdende) Eltern vor und verlosen ein Exemplar. Schaut also wieder vorbei und abonniert eure Portion bewusstes Familienleben. So verpasst ihr keinen Artikel und bleibt auf dem Laufenden. Denn: In diesem Jahr warten noch eine Menge Überraschungen auf euch … Stay in touch!

In diesem Sinn viel Freude beim Lesen & Wachsen.

Eure RiskyMum Tanja

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Tanja Conrad

Nach 20 Jahren auf der Theaterbühne wurde ich Mutter und studierte Journalismus und Medienmanagement. Heute schreibe ich u. a. für Der Spiegel als freie Kultur,- Reise- und Gesundheitsjournalistin. Ich arbeite als Konzertsängerin und singe mit Kindern. Meine Keynotes, Workshops und Fortbildungen zum Singen mit Kindern richten sich an Eltern und Pädagog*innen. Meine Leidenschaft: Familie, Schweden, Hunde, Yoga, Green Living, Camping.

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